Champix: Auch Emra muss zurück

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Berlin -

Nun ruft auch Reimporteur Emra Chargen des Raucherentwöhnungsmittels Champix (Vareniclin) zurück. Im Juni gab Pfizer bekannt, den Vertrieb aufgrund von Nitrosaminen auszusetzen. Zahlreiche Rückrufe folgten bereits.

Champix 0,5 mg/1 mg, „Emra-Med“ 53 Filmtabletten
Alle Chargen

Champix 1 mg, „Emra-Med“ 56 Filmtabletten
Alle Chargen

Emra ruft alle Chargen Champix zurück und schließt sich damit den zahlreichen anderen Importeuren an. Ende Juni informierte Pfizer über eine Nitrosamin-Verunreinigung in dem Raucherentwöhnungsmittel Champix (Vareniclin). Es folgte die temporäre Aussetzung des Vertriebes.

„Aus Vorsichtsgründen pausiert Pfizer auch den weltweiten Vertrieb von Champix. Dies gilt, bis weitere Tests durchgeführt wurden, an denen wir intensiv arbeiten“, informierte Pfizer im Juni. Bei der Nitrosamin-Verunreinigung handelt es sich um N-Nitroso-Vareniclin, diese Verbindung ist wie alle Nitrosamine potenziell gesundheitsschädlich und wird als potenziell kanzerogen eingestuft. „Grundsätzlich sollen Patienten keinem zusätzlichen Lebenszeitrisiko für eine Krebserkrankung von mehr als 0,001 Prozent durch Nitrosamine in Arzneimitteln ausgesetzt werden“, informiert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die Grenzwerte in Champix wurden chargenübergreifend überschritten. Zuletzt hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Stoff Vareniclin (Champix, Pfizer) gemeinsam mit Bupropion (Zyban, GSK) in die Liste der unverzichtbaren Arzneistoffe aufgenommen.

Es wird um Überprüfung der Lagerbestände gebeten. Eventuell vorhandene Packungen können mittels APG-Formulars über den pharmazeutischen Großhandel zur Gutschrift zurückgeschickt werden.

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