„Wir brauchen jetzt Notlösungen“

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Totalschaden in Apotheke: Die Linda-Apotheke von Jürgen Lutsch im Kreis Euskirchen ist besonders hart vom Hochwasser getroffen worden.

Berlin - Die Folgen des Hochwassers im Westen Deutschlands sind katastrophal. Mindestens 90 Menschen sind gestorben. Viele stehen vor den Trümmern ihrer Häuser und Geschäfte. Auch Apotheker Jürgen Lutsch ist betroffen. Seine Linda Apotheke in Kall wurde komplett überschwemmt. Er hofft, dass die Behörden schnell unbürokratische Lösungen finden, um die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung zu sichern.

Kall ist eine Gemeinde im schwer getroffenen Landkreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen in der Nordeifel. Die Wassermassen kamen aufgrund des starken Regens in der Nacht auf Donnerstag. Direkt hinter der Apotheke von Lutsch fließt die Urft. „Das ist eigentlich ein kleiner Bach“, sagt der Apotheker. Das Gewässer mit einer normalen Pegelhöhe von 40 Zentimetern sei auf mindestens 2,9 Meter herangeschwollen.

„Es hat nicht aufgehört zu regnen“, sagt Lutsch. Die Apotheke war in der Nacht mit Notdienst an der Reihe. Er selbst sei nicht vor Ort gewesen, sondern im Urlaub im Schwarzwald. Das Wasser kam schnell. „Die Apotheke stand zwei Meter unter Wasser.“ Seine Angestellte habe sich in die über der Apotheke befindliche Wohnung retten können, als die Flut kam. Er selbst fuhr noch in der Nacht nach Kall.

Die Apotheke sei nur noch mit dem Boot erreichbar gewesen. Die Kommunikation war wie in vielen Regionen eingeschränkt und teilweise gar nicht mehr möglich. Die Feuerwehr war zeitweise nicht mehr erreichbar. Einsatzfahrzeuge waren unterwegs, um die Bevölkerung über Lautsprecher zu warnen. Hilfeschreie seien zu hören gewesen. Viele Häuser und Brücken sind einsturzgefährdet. Laut Landrat Markus Ramers sind mehr als 1000 Einsatzkräfte vor Ort. Mindestens 15 Menschen sind gestorben.

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