Impfstoff-Apothekerin: Tetanus-Impfstoff für Hochwassergebiete | APOTHEKE ADHOC
Flutkatastrophe

Impfstoff-Apothekerin: Tetanus-Impfstoff für Hochwassergebiete

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Berlin -

Mit den Aufräumarbeiten in den Hochwassergebieten steigt auch die Gefahr, sich zu verletzen. Das Robert Koch-Institut (RKI) rät deshalb, die Tetanus-Impfung zu prüfen. Da zahlreiche Apotheken und Arztpraxen vor Ort zerstört sind, ist Versorgung jedoch eingeschränkt. Auch an Impfstoff mangelt es. Apothekerin Dr. Anke Saß ist auf die Lieferung von Vakzinen spezialisiert und will bei der Versorgung helfen.

Betroffene und Helfer sollen laut dem RKI ihren Impfschutz gegen Tetanus überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Vor Ort wird jedoch der Impfstoff knapp. Hausarzt Klaus Korte aus Rheinland-Pfalz sagte gegenüber RTL, dass insbesondere Tetanus-Impfstoff fehle. Andernorts soll medizinisches Personal sogar von Haus zu Haus gehen, um den Impfschutz der Anwohner zu überprüfen.

Saß lobt dieses Engagement. „Das ist eine super Idee, da gerade die ‚Allerweltsimpfungen‘ oft vergessen werden.“ Ihr selbst sei es so ergangen: Bei der vergangenen Grippeimpfung wurde die nötige Auffrischung entdeckt. Die Inhaberin der St. Georg-Apotheke in Bamberg will ihren Beitrag für die Anwohner in den Hochwassergebieten leisten. Sie versorgt Apotheken und Ärzt:innen mit Impfstoffen. In ihrem Kühlhaus lagern alle bundesweit verfügbaren Impfstoffe.

„Informationsmaterial für die Menschen, Impfausweise, Impfzubehör, Impfstoff, Kühltaschen? Wir machen möglich, was geht“, sagt sie. „Tetanus-Impfstoff ist derzeit gut verfügbar. Die Impfstoff-Apotheker, die Apotheker vor Ort als auch die Pharmagroßhändler sind lieferfähig und können Vakzine bereitstellen.“ Die St. Georg-Apotheke liefert bundesweit und könne so Versorgungslücken wegen zerstörter Apotheken vor Ort überbrücken. „In Gedanken sind wir ganz oft im Krisengebiet.“

Generell wird Erwachsenen unabhängig von Überschwemmungsgeschehen eine Auffrischimpfung gegen Tetanus alle zehn Jahre empfohlen, bei einer Verletzung sollte mit dem Hausarzt geklärt werden, ob eine sofortige Impfung notwendig ist.

Das RKI rät zudem, sich nach dem Hochwasser bei der Reinigung von Häusern und Wohnungen durch Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und wasserabweisende Kleidung vor dem Kontakt mit möglicherweise „verkeimtem“ Wasser zu schützen und sich vor der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln sowie dem Rauchen sorgfältig die Hände mit hygienisch einwandfreiem Wasser zu waschen.

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