PTA im Hochwassergebiet: Viele Tränen in der Apotheke

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Berlin - Auch eine gute Woche nach dem Hochwasser sitzt der Schock noch immer tief. Dabei darf ich mich eigentlich nicht beschweren, denn ich bin vergleichsweise glimpflich davongekommen. Das wird mir in den vergangenen Tagen immer wieder bewusst – sowohl in der Apotheke wie auch bei den Aufräumarbeiten im Umkreis. Hilfe wird dringend und an allen Stellen benötigt.

Manchmal verstehe ich noch immer nicht richtig was passiert ist. Und ich merke, dass es auch vielen meiner Kund:innen so geht. Die ersten Tage nach dem Hochwasser waren geprägt von großer Angst, Unsicherheit und leider auch Trauer. Denn viele haben nicht nur ihr Hab und Gut verloren, ihr Zuhause und ihre Arbeit – sondern auch Familienangehörige und Freunde. Die Geschichten, die jeder einzelne erzählt, gehen nah. Oft sind sie mit Tränen verbunden. Die Apotheke wird nicht nur Anlaufstelle für wichtige Medikamente – sie dient auch, um ein offenes Ohr zu finden, damit der Ballast der vergangenen Tage abgeladen werden kann.

Dauermedikamente & Notfall-Apotheke aufstocken

Viele mussten unter anderem ihre Dauermedikamente zurücklassen. Denn als das Wasser kam, musste es schnell gehen. Vielen blieb nur das, was sie am Körper trugen. In den Tagen nach dem Unglück kamen daher viele Menschen aus dem Umkreis in die noch geöffneten Apotheken. Es wurde schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe benötigt, um schnellstmöglich wieder mit den notwendigen Arzneimitteln versorgt zu werden. Viele Apotheken, Arztpraxen und Krankenhäuser sind bis heute geschlossen oder in der Versorgung ihrer Patient:innen eingeschränkt. Einige wurden von den Fluten endgültig zerstört.

Jetzt, einige Tage nach den Wassermassen, wird das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Viele Kund:innen kommen in die Apotheke, um ihre Notfall-Apotheke aufzustocken: So stehen beispielsweise Schmerztabletten und Antiallergika hoch im Kurs. Vielen ist der Stress auf den Magen geschlagen, außerdem suchen einige etwas gegen Unruhe, Ängste und Nervosität. Denn an Schlaf war in den vergangenen Tagen kaum zu denken. Manche benötigen auch Pflaster und Verbandsmaterial, da sie sich beim Aufräumen verletzt haben.

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