Achtung Tetanus-Gefahr: Die wichtigsten Fakten

, Uhr

Berlin - Neben der Corona-Impfung ist aufgrund der Flutkatastrophe aktuell auch die Tetanus-Impfung wieder in den Fokus gerückt. Helfer und Betroffene sollen ihren Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen. Hier kommt ein Fresh-up mit den wichtigsten Fakten.

Tetanus wird häufig auch als Wundstarrkrampf bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch verunreinigte Wunden entstehen kann. Bereits kleinste Verletzungen können ausreichen. Ausgelöst wird die Erkrankung durch Bakterien mit dem Namen Clostridium tetani. Ihre Sporen sind extrem widerstandsfähig, daher können sie auch über lange Zeit im Erdreich ohne Wirt überleben. Oft sind sie auch in Kot von Tieren enthalten. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich, daher ist Tetanus nicht ansteckend.

Toxine befallen Nervensystem

Kommt es zu Verletzungen, kann Clostridium tetani in den Körper gelangen. Die Bakterien produzieren die beiden Toxine Tetanolysin und Tetanospasmin. Ersteres führt zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen und zu Schäden am Herzen. Tetanospasmin zielt auf das Nervensystem ab: Das Gift wandert ins Gehirn und Rückenmark und führt dann zu den typischen Symptomen. Die Inkubationszeit kann unterschiedlich lange dauern: Bei einigen kommt es bereits nach wenigen Tagen zu ersten Symptomen, manchmal treten sie jedoch erst nach mehreren Wochen auf.

Welche Symptome sind möglich?

Die Nerven sind übererregbar, daher kommt es zu langanhaltenden, extrem schmerzhaften Muskelkrämpfen. Diese können prinzipiell am ganzen Körper auftreten. Besonders ist, dass die häufig durch visuelle Reize oder Berührungen ausgelöst werden. Charakteristisch ist eine Mundsperre und das sogenannte „Teufelsgrinsen“: Dabei scheinen die Patienten krampfhaft zu lächeln, gleichzeitig sind die Augenbrauen hochgezogen. Oft kann der Mund nicht vollständig geöffnet werden, auch die Zungen- und Kiefermuskeln oder der Kehlkopf können sich verkrampfen. Dann kommt es zu Schluck- und Sprachstörungen. Im schlimmsten Fall droht eine Lähmung der Atemmuskulatur mit Atemstillstand und Tod.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»