Die Höhle der Löwen

Verhütungsring sucht Investor

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Berlin -

So sicher wie die Pille: Das Bonner Start-up Trackle stellt heute zum Staffelfinale in der „Höhle der Löwen“ sein Wearable zur Erfassung und Auswertung der Körperkerntemperatur vor. Trackle kann bei bestehendem Kinderwunsch oder auch als Verhütungsmethode eingesetzt werden.

Katrin Reuter und Maxim Loick sind die Erfinder des Sensors, der Frauen helfen soll, die fruchtbaren Tage zu erkennen. Die Gründer haben Trackle zusammen mit Stephan Noller, der für seinen Bastelkeller berühmt-berüchtigt ist, aus eigenem Bedarf heraus entwickelt: Die Idee kam dem Paar vor etwa drei Jahren – heute haben Reuter und Loick zwei gemeinsame Söhne.

Das Verfahren hinter dem Medizinprodukt ist vergleichsweise einfach – der Sensor misst die Körperkerntemperatur. Diese steigt beim Eisprung um etwa 0,5 Grad. Herkömmliche Methoden sind zum Teil aufwendig. Reuter beschreibt sie als „irre umständlich“. Die Temperatur muss gemessen und händisch protokolliert werden. Die Daten werden dann ausgewertet. „Ich wollte daher etwas kaufen, dass die Daten übermittelt“, wird die Gründerin im General Anzeiger zitiert.

Trackle ist ein Sensor, der in der Nacht vaginal getragen wird und kontinuierlich die Körperkerntemperatur misst. Am Morgen wird die Erfindung herausgenommen, unter Wasser gereinigt und in eine Basisstation gelegt. Befindet sich der Sensor in der Box, findet die Datenübertragung statt. Die Ergebnisse der Nacht werden über die App auf dem Smartphone der Nutzerin in die Trackle-Cloud geschickt. „Dort verarbeiten lernende Algorithmen die Daten und schicken sie aufbereitet an die Handy-App zurück“, wird auf der Homepage beschrieben. So soll sichergestellt werden, dass nicht aus dem Körper gesendet wird.

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