Testbild: Bei Rx lieber Apotheke vor Ort

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Berlin - Die Zeitschrift Testbild hat fünf der umsatzstärksten Versandapotheken getestet und DocMorris zum Testsieger erklärt. Über mehr als ein „befriedigend“ ist aber kein Anbieter hinausgekommen. Trotz der insgesamt positiven Erfahrungen empfehlen die Tester vor allem bei rezeptpflichtigen Medikamenten den Gang zur nächsten Apotheke.

Wer online seine Hausapotheke mit rezeptfreien Medikamenten auffülle, könne eine ganze Menge sparen, lautet das Urteil von Testbild. In Einzelfällen seien gegenüber dem Listenpreis sogar über 75 Prozent Ersparnis drin. Der Haken: Man muss eine ganze Menge Kopfschmerztabletten online kaufen, damit die prozentuale Ersparnis auch ankommt. Denn häufig handelt es sich laut Testbild um Arzneimittel, die ohnehin nur paar Euro kosten.

So sei zwar eine 20-er Packung Ibuprofen, die in Apotheken vor Ort durchschnittlich 6,88 Euro kostet, bei Medikamente-per-Klick mit 1,48 Euro rund 78 Prozent günstiger. Berücksichtigt man aber die Versandkosten, verpuffe die Ersparnis. Erst wenn der Kunde für mindestens zehn bis zwanzig Euro bestellt, entfallen die Versandkosten.

Bei Rx-Medikamenten gibt es aufgrund der Preisbindung eigentlich keine Sparmöglichkeiten. Allerdings würden einige Anbieter „mit Tricks“ wie separaten „Treueboni“ doch ein paar Euro Nachlass gewähren. Diese sind aus Sicht von Testbild den Aufwand nicht wert, da sich in den meisten Fällen damit höchsten die Zuzahlung reduzieren lässt. Dringend benötigte Medikamente seien in der Apotheke um die Ecke immer noch schneller verfügbar. Solange es in Deutschland die Preisbindung für Rx-Medikamente gibt, raten die Tester dazu, mit dem Rezept „besser zur nächsten Apotheke“, zu gehen.

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