Alternativmedizin

Spiegel: Apotheken verdienen kräftig mit Homöopathie APOTHEKE ADHOC, 18.08.2018 14:37 Uhr

Berlin - „Hokuspokus ­– Geld weg!“ Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ geht in der aktuellen Titelgeschichte hart mit Alternativmedizin ins Gericht. Das Geschäft mit esoterischen Therapien wie Homöopathie boome. „Gutgläubige Patienten werden dabei mit falschen Hoffnungen geködert“, heißt es in einem Artikel. Auch Apotheken verdienten „kräftig“ mit.

In dem Artikel „Die Macht der Heiler“ berichtet das Magazin über zwei Patientenschicksale. Beide litten unter Schmerzen. Die eine suchte einen Heilpraktiker auf. Die Frau litt an rheumatoider Arthritis, die Heilpraktikerin diagnostizierte demnach Wechseljahrsbeschwerden und verordnete Rotwein mit Kräutern versetzt. Es folgten Aderlass, Heubädern und Augenwickel.

„Der Hokuspokus half nicht“, schreibt „Der Spiegel“. Die Schmerzen wurden schlimmer. Eine andere Frau wurde von einem Homöopathen wegen schlimmen Kopfschmerzen behandelt. Auch hier stellte sich demnach keine Besserung ein. Nach Jahren gab es keine Besserung. Die Zeit sei eine „homöopathische Tortur“ gewesen. Der Arzt habe der Patientin gesagt, je länger die Krankheit bestehe, desto länger halte die Erstverschlimmerung an.

Die Frau brach die Behandlung ab und fand dem Bericht zufolge Linderung mit einer schulmedizinischen Schmerztherapie. „Millionen gutgläubige Kranke suchen Hilfe bei alternativen Heilern, was häufig nur dazu führt, dass sie ihr Leiden unnötig verlängern – und zugleich eine florierende Esoterikindustrie reich machen“, heißt es.

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