Homöopathische Impfstoffe

Studie: Nosoden gleichen Placebo APOTHEKE ADHOC, 06.05.2019 07:58 Uhr

Berlin - Der kanadische Wissenschaftler Dr. Mark Loeb hat in einer randomisierten, kontrollierten Studie die immunisierende Wirkung von homöopathischen Nosoden mit denen von verschiedenen „richtigen“ Impfstoffen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Probanden der Nosodengruppe keinerlei Immunreaktion nachgewiesen werden konnte.

Obwohl es keine wissenschaftliche Plausibilität und keine nachweislichen Wirkungen von Homöopathika gibt, sind einige von ihnen als Arzneimittel eingestuft. Loeb, Experte für Infektionskrankheiten, sieht die Homöopathieforschung daher als Mittel, um die Regierung zu einer angemesseneren Einstufung zu bringen.

In seiner Studie verglich er verschiedene Nosoden mit Impfstoffen und Placebo. Es wurde die Antikörperreaktion gegen homöopathische und konventionelle Impfstoffe bei Universitätsstudenten untersucht. Bewertungskriterium waren die Produktion von Antikörpern sowie B- und T-Zell-Antworten. Loebs Hypothese war, dass die Nosoden sich in ihren Ergebnissen nicht von Placebo unterscheiden werden.

Die Studie wurde mit 150 Studenten im Alter von 18 bis 24 Jahren durchgeführt, die bereits als Kind eine Grundimmunisierung erhalten hatten. Die Probanden wurden in drei gleich große Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe erhielt homöopathische Nosoden gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Mumps und Masern. Die Einnahme erfolgte mit zunehmend verdünnten Mitteln ab C30. Zudem erhielt diese Gruppe Injektionen mit Kochsalz, um die tatsächlichen Impfstoffinjektionen nachzuahmen.

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