PTA im (Un-)Ruhestand

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Berlin -

Satte 1281 Laufrunden legte ein Apothekenteam im Kampf gegen Krebs zurück. Auch andere engagieren sich mit höchst unterschiedlichen Aktionen für die Gesundheit ihrer Mitmenschen, wie unsere Rundreise durch die Apothekenlande zeigt.

Minijobberin für den Spaziertreff: 32 Jahre arbeitete Ursula Eich als PTA. Vor wenigen Tagen ging sie in Rente. Doch der Engel-Apotheke in der Altstadt des unterfränkischen Ochsenfurt bleibt sie als Minijobberin erhalten. Mittwoch für Mittwoch betreut sie auch künftig den Spaziertreff 60+.

„Jeder Mitarbeiter der beiden Engel-Apotheken in der Stadt hat so sein persönliches Steckenpferd, manche PTA haben sich auf Kosmetik spezialisiert, andere auf Homöopathie, eine weitere betreut bei uns Kundenumfragen“, erzählt Inhaber Dr. Barsom Aktas. „Ursula kam vor drei Jahren mit dem Bericht über einen Seniorenspaziertreff im Stuttgarter Raum zu mir. Das fand sie ganz toll.“ Eich sei ohnehin für Mobilität zu haben, sie gebe seit zehn Jahren Seniorentanzkurse und Qi-Gong-Kurse. Die geleiteten Spaziergänge betreute sie im Namen der Apotheke in ihrer Arbeitszeit. „Jede Woche sucht sich Ursula eine andere Route aus. Es kommen immer so an die 15 bis 20 Menschen.“ Nicht nur die Bewegung an der frischen Luft sei wichtig, viele schätzten die dabei entstehenden sozialen Kontakte. „Mittlerweile bietet Ursula zwei Spaziergänge an, einen schnelleren und einen langsameren.“

Den Pharmazeuten und seine Mitarbeiterin verbindet eine besondere Geschichte: „Ich hab sie schon als Kleinkind gekannt. Sie kann sich noch gut daran erinnern, dass ich sie gefragt habe, wie man Apotheker wird.“ Vor zehn Jahren sei er tatsächlich ihr Chef geworden. „Ich lasse nichts auf Erika kommen“, bekundet Aktas. „Sie ist eine Mitarbeiterin der alten Schule, immer zuverlässig und freundlich, dazu außerordentlich geschult. Bis zuletzt hat sie ihre Fortbildungszertifikate bei der IHK eingereicht. Sie genießt überall ein hohes Ansehen.“

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