Löwen-Apotheke: Fünf Umzüge in 100 Jahren | APOTHEKE ADHOC
Vom Vater zur Tochter

Löwen-Apotheke: Fünf Umzüge in 100 Jahren

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Berlin -

Die Löwen-Apotheke in Hennigsdorf kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: In diesem Jahr feiert sie ihr 100. Jubiläum. Inhaberin Katharina Douglas ist stolz eine derart traditionsreiche Apotheke führen zu dürfen. Bereits als Kind hatte sie durch ihren Vater die Liebe zur Pharmazie entdeckt – dieser hatte die Löwen-Apotheke ebenfalls einige Jahre geführt.

Aufgrund von Corona ist in diesem Jahr alles etwas anders – auch große Jubiläen fallen eher klein aus. So auch das 100. Jubiläum der Löwen-Apotheke in Hennigsdorf. Der Sohn einer damaligen Apothekenleiterin war zu Beginn des Jahres auf Douglas zugekommen. „Ich wusste zwar, dass wir in diesem Jahr 100 werden – das genaue Datum war mir jedoch nicht bekannt“, erklärt die Apothekerin. Am 25. Februar war es soweit: „Vor genau 100 Jahren wurde die Apotheke das erste Mal abgenommen.“

Wegen des harten Lockdowns entschied sich die Apotheke jedoch, die Feier im kleinen Rahmen etwas nach hinten zu verschieben. In der vergangenen Woche kam der Bürgermeister vorbei, um der Apothekerin die Glückwünsche zu überbringen. „Eine große Feier gab es wegen Corona leider nicht, da sich der Lockdown ja bekanntermaßen in die Länge zieht“, erklärt Douglas. Dennoch soll es nun drei Monate lang spezielle Angebote, Rätsel und kleine Präsente für die Kunden geben, um auf das Jubiläum aufmerksam zu machen.

Apothekerin als Kindheitstraum

„Ich bin wirklich stolz, dass unsere Apotheke so alt geworden ist“, meint Douglas. „Eine Traditionsapotheke weiterführen zu können ist toll!“ Die Apothekerin ist bereits früh mit der Offizin in Kontakt gekommen, denn auch ihr Vater war einige Jahre Inhaber der Löwen-Apotheke. Druck bei der Berufswahl gab es von ihm jedoch nicht: „Das war schon immer mein Traumjob – die Apotheke hat mich von klein an fasziniert und geprägt“, meint Douglas.

Mittlerweile kann die Pharmazeutin zwei Apotheken ihr Eigen nennen – und das, obwohl ihr Vater ihr ursprünglich von einer Selbstständigkeit in der heutigen Zeit abgeraten hatte. Seit Mai 2016 leitet Douglas die Löwen-Apotheke in Hennigsdorf, im November 2018 kam die Löwen-Apotheke in Leegebruch dazu. „Ich habe es einfach probiert und ein bisschen auf das Schicksal vertraut.“

Viele Inhaber und einige Standort-Wechsel

Die Hennigsdorfer Apotheke kann auf eine lange Tradition zurückblicken – insgesamt fünf Mal ist sie umgezogen. Ursprünglich hatte Johannes Lubenau sie eröffnet, später übernahm sein Sohn Gerhard Lubenau sie. Nachdem er verstarb ging die Apotheke an seine Frau über. 1949 wurde die Apotheke verstaatlicht. Unter der Leitung von Manfred Köhler wurde schließlich Douglas Vater Eckard Sacher angestellt. Dieser stand 1991 nach der Wende vor der Entscheidung die Apotheke aus der Treuhand zu erwerben und sich selbstständig zu machen. „Es hat ein wenig gedauert, aber er hat sich dann dafür entschieden“, erklärt Douglas. Unter seiner Leitung zog die Apotheke schließlich erneut um und findet nun ihren Platz in der Rigaer Straße.

Die Offizin der Apotheke orientiert sich eng an ihrem Namensgeber – dem Löwen. Im Verkaufsraum steht ein Löwen-Käfig, den die Apotheke auch auf ihrer Website präsentiert. Außerdem ziert eine große Baum-Skulptur am HV-Tisch die Räumlichkeiten – inklusive Plüsch-Löwen. Die Einrichtung der Apotheke ist im Vergleich zu anderen Apotheken bunt und farbenfroh gestaltet: Vor allem die Farben grün und gelb finden sich in einem Streifenmuster an den Wänden wieder.

Einige der Mitarbeiterinnen sind bereits seit vielen Jahren dabei: „Eine Kollegin hat vor kurzem ihr 35. Jubiläum gefeiert – damit hat sie rund ein Drittel der Apothekengeschichte miterlebt“, meint Douglas. Gemeinsam mit ihrem Team möchte sie ihre Apotheken weiterentwickeln: „Mir macht es Spaß ein Team zusammen zu stellen und zu führen – es gibt so viele verschiedene Charaktere und alle können sich auf verschiedene Weise einbringen“, erklärt sie. Dabei weiß sie den Wert ihrer Mitarbeiter zu schätzen: „Man ist immer nur so gut wie das gesamte Team.“

 

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