Lieferengpässe: Apotheker Gulde im SWR

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Berlin - Das SWR-Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ berichtet heute Abend über Lieferengpässe in deutschen Apotheken. „China in Quarantäne: Droht ein Medikamenten-Engpass?“, heißt der Beitrag, der um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird. Anschließend ist der Beitrag auch in der ARD-Mediathek abrufbar.

Lieferengpässe gehören schon lange zum Alltag von Apotheken. Doch die Situation könnte sich durch das Corona-Virus deutlich verschärfen. Denn viele Wirkstoffe oder Präparate werden in den stärker betroffenen Gebieten in China produziert. „Zwangsferien und weniger Transporte von Waren und Gütern nach Europa gefährden die Versorgung in Deutschland“, heißt es in der Ankündigung des SWR.

Der aktuelle Produktionsstopp könne die ohnehin bestehenden Lieferengpässe dramatisch verschärfen, warnt der Pharmakologe Professor Dr. Bernd Mühlbauer im Beitrag. Bereits heute fehlten in Apotheken und Kliniken mehr als 250 gängige Medikamente wie Blutdrucksenker, Antibiotika und Narkosemittel. Auch die Standortfrage wird mit dem Experten besprochen: „Sollten Arzneimittel künftig wieder vermehrt in Deutschland produziert werden?“

Zu Wort kommt außerdem der Stuttgarter Apotheker Christoph Gulde. Mit der Corona-Quarantäne wachse bei den Kunden die Sorge, ob sie ihr gewohntes Medikament künftig noch bekommen. „Es wird immer schlimmer, wir betreiben hier Mangelverwaltung“, so Gulde. Manche Arzneimittel kann er nur mit viel Aufwand organisieren, für andere versucht er, Ersatzpräparate zu finden.

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