Fentanyl-Pflaster: Drohbrief auf dem HV-Tisch

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Berlin - Mit einem Drohbrief hat ein Mann in Coburg eine Apothekerin erpresst und mehrere starke Schmerzpflaster gefordert. Der 24-Jährige habe bei dem Überfall behauptet, eine Waffe bei sich zu tragen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag in Bayreuth.

Der Coburger betrat gegen 13.45 Uhr die Easy-Apotheke Lauterer Höhe in der Niorter Straße und legte einen Zettel mit deutlichen Drohungen und der Forderung, ihm Fentanyl-Pflaster zu geben, vor. Die Apothekerin gab ihm daraufhin mehrere der verschreibungspflichtigen Pflaster mit dem Schmerzmittel Fentanyl. Warum der Mann seine Forderungen auf Zetteln vorbrachte, war unklar. „Er wollte wohl kein großes Aufsehen erregen“, vermutete die Polizeisprecherin.

Polizisten hatten den Mann am Samstag kurz nach der Tat in seiner Wohnung in Coburg festgenommen. Eine Waffe sei dabei nicht gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft erließ einen Haftbefehl, setzte diesen aber gegen strenge Auflagen außer Vollzug.

Der 24-Jährige wird wegen räuberischer Erpressung angezeigt. Die Ermittler vermuten, dass er illegal mit den Pflastern handeln wollte. Den Wert der Beute schätzen sie auf einen niedrigen dreistelligen Betrag.

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