Apotheker Krivec übergibt nach 50 Jahren sein Imperium

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Berlin - In Moers kennt den Mann fast jeder: Günter Krivec, Apotheker, Investor und Sportmäzen ist eine schillernde Persönlichkeit. Jetzt hat der Olympia-Teilnehmer von 1964 nach 50 Berufsjahren seine drei Apotheken an die nächste Generation übergeben.

In der Familie Krivec gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Über Pharmazie und Medizin wird bei Familientreffen so wenig wie möglich gesprochen. Weil es sonst ausufern könnte. Sieben Kinder hat Krivec, drei sind Pharmazeuten, zwei Mediziner. Die beiden anderen sind Jurist und Grundschullehrerin geworden.

Zeit zum Feiern des Generationenwechsels war bisher nicht, aber das wird noch nachgeholt. Das gesamte Team, rund 100 Mitarbeiter, hat in den vergangenen Wochen und Tagen unermüdlich daran gearbeitet, dass alles – von der Inventur bis zum Computerprogrammwechsel – reibungslos über die Bühne geht.

In der Offizin wird man Vater Günter nicht mehr sehen. Er gehört nicht zu jenen, die nicht loslassen können und den Kindern das Gefühl geben, dass sie es am Ende ja doch besser könnten. Abschied heißt Abschied. Rentnerpläne darf man vom Unternehmensgründer nicht erwarten. „Er hat mir gesagt, dass er sein Leben nicht ändern wird. Er hat ja viele andere Projekte, vor allem im Immobilienbereich, hat mehrere Ärztehäuser gebaut. Und natürlich wird er uns den Rücken stärken, wenn wir Fragen haben, gehen wir gern zu ihm. Wir haben jahrelang zusammengearbeitet und haben unserem Vater viel zu verdanken“, sagt sein Sohn Dr. Simon Krivec. Vater Günter war Deutscher Meister im Dreisprung und startete im Jahr 1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1985 ist er Präsident des Volleyball-Bundesligisten Moerser SC.

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