Skonto und Rabatt

Wegen TSVG: Großhändler passen Konditionen an Alexander Müller, 17.05.2019 14:55 Uhr

Berlin - Die ersten Großhändler reagieren auf die neue Rabattregelungen, die der Gesetzgeber mit dem Terminservice und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgeschrieben hat. Sanacorp trennt in der Rechnung Skonto und Rabatt jetzt explizit voneinander, auch bei Phoenix gibt es Skonto nur noch auf den bereits rabattierten Preis.

Mit dem TSVG wurde klargestellt, dass die Großhändler aus dem fixen Teil ihrer Vergütung in Höhe von 70 Cent keine Rabatte an die Apotheken weitergeben dürfen. Nach wie vor umstritten in der Branche ist, ob Skonti auf die Rabattgrenze angerechnet werden müssen oder nicht. Beim Großhandelsverband Phagro ist man dieser Meinung, die Mitglieder wurden mit einem entsprechenden Rechtsgutachten versorgt, eine Handlungsempfehlung gibt es aber nicht. Und es wird im Markt auch durchaus die Lesart des Gesetzes vertreten, Rabatt sei Rabatt und gesetzlich geregelt, Skonto dagegen der Ausgleich für die konkrete erbrachte Leistung einer vorfälligen Zahlung.

Die Genossenschaft Sanacorp hat jedenfalls schon mit der Aprilrechnung reagiert und die Monatsrechnung „grundlegend überarbeitet“, heißt es in dem Begleitschreiben. Die Frage nach Rabatt und Skonto ist zwar nur einer von fünf Punkten, die „unter dem Aspekt der Benutzerfreundlichkeit“ angepasst wurden, aber sie hat Auswirkungen auf die Konditionen. Die anderen Änderungen betreffen die Umstellung auf Hochformat, ein neues Layout, eindeutige Belegnummern, die eine schnelle Zuordnung der Rechnungspositionen erlauben soll und eine „praxisgerechte Sortierung“ der Rechnungsdokumente. Anregungen für die Umstellung hat sich die Sanacorp in Workshops mit Apotheken geholt.

Als letzter Punkt genannt wird die „klare Trennung von Skonto und Rabatt gemäß dem Terminservice und Versorgungsgesetz“. In der Praxis bedeutet dies, dass die gewährten Vorteile nun von der Rabattbasis abgezogen werden. Dadurch werde seit April ein geringerer Wert skontiert als es mit der alten Abrechnung der Fall gewesen wäre, berichtet ein Berater.

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