Bionorica und Coronakrise

„Ohne Apothekenberatung leiden wir“

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Bionorica und die Coronakrise: „Ohne Apothekenberatung leiden wir“
Berlin -

Bionorica ist in Deutschland stark abhängig von den Topsellern Sinupret und Bronchipret. Der Wegfall der Erkältungssaison aufgrund der Abstands- und Hygienemaßnahmen hat den bayerischen Hersteller hart getroffen. Im Video erklären Firmenchef Professor Dr. Michael A. Popp und Vertriebsvorstand Dr. Uwe Baumann die Entwicklungen und geben einen Ausblick.

Hier geht es zum Video.

In Deutschland verkaufte Bionorica im vergangenen Jahr insgesamt 14 Millionen Packungen, das waren 5 Millionen weniger als im Vorjahr. Der Umsatz ging von 121 auf 94 Millionen Euro zurück, bei Sinupret machten die Verluste 33 Prozent aus. Auch die teils stark verringerten Arztbesuche und eine reduzierte Beratungstätigkeit in Apotheken sorgten für den Einbruch.

Popp erklärt im Video, dass das Unternehmen in anderen Ländern weniger auf Atemwegspräparate angewiesen ist. In Deutschland werde 80 Prozent des Umsatzes mit Sinupret und Bronchipret erwirtschaftet. Auch Litauen, Österreich und Polen haben einen hohen Anteil an Sinupret. Canephron entwickelte sich dagegen leicht positiv. Das Präparat gegen Blasenentzündung ist unter anderem in Usbekistan, Kasachstan und Russland stark.

Russland und weitere osteuropäische Märkte lieferten 2020 in der Corona-Pandemie Stabilisierungseffekte. Dort wurden beispielsweise die Abstands- und Hygieneregeln weniger konsequent umgesetzt als in Deutschland. In den meisten Ländern bleiben die Bionorica-Märkte aber unter Vorjahresniveau.

 

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