Linolasept: Sonderkonjunktur bei Dr. Wolff

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Berlin - Der Bielefelder Pharma und Kosmetikhersteller Dr.Wolff trotzt im abgelaufenen Geschäftsjahr der Krise. Innovative und schnell entwickelte Produkte sorgen für Sonderkonjunktur-Effekte. Das Unternehmen verzeichnet mit rund 780 Mitarbeitern ein Plus von 8,5 Prozent und erzielt einen vorläufigen Umsatz von 340 Millionen Euro.

„Wir blicken auf ein enorm anstrengendes, am Ende aber erfolgreiches Jahr 2020 zurück“, resümiert Eduard R. Dörrenberg, geschäftsführender Gesellschafter von Dr. Wolff. Ganz im Zeichen der Devise „Morgens Krise und nachmittags Chance“ wurde im Frühjahr binnen weniger Tage entschieden, ein Hand-Desinfektionsgel zu entwickeln. Vom 5. März an war Dr. Wolff nach eigenen Angaben für rund sechs Wochen der einzige Anbieter, der national Apotheken versorgen konnte.

Parallel liefen weitere Entwicklungen im Bereich der Corona-Prophylaxe an. Kurz vor dem Jahresende wurde auch die wissenschaftliche Bestätigung für eine Handcreme mit bewiesener Anti-Corona-Wirkung innerhalb von zwei Minuten Einwirkzeit erreicht. „Es ist weltweit die erste Handcreme, die pflegt und gegen Corona wirkt“, so Dörrenberg. „Darüber hinaus arbeiten wir an weiteren Prophylaxe-Neuheiten.“

Im Portfolio entwickelte sich der Zahnpflege-Bereich (zweistelliges Wachstum) zum Gewinner. Insbesondere die Marke Karex lag deutlich über der Marktentwicklung. Immer mehr wissenschaftliche Nachweise zur fluoridfreien Remineralisation und Kariesprophylaxe überzeugen laut Unternehmen Zahnärzte, Kinderärzte und Verbraucher. Gerade erst wurde eine erfolgreiche Studie zur Kariesprophylaxe bei Kindern mit der fluoridfreien Zahnpasta Kinder-Karex zur Publikation im international renommierten Fachjournals „Nature“ angenommen.

Wissenschaftliche Bestätigungen und eine zielgerichtete Kundenansprache sorgten demnach für Wachstum der Shampoo-Marke Plantur. Auch mit Alpecin rangierte der Bielefelder Hersteller laut eigenen Angaben besser als der nationale Haarshampoo-Markt, der laut Nielsen-Angaben um fast 5 Prozent im Absatz verlor. Auch das Geschäft in Asien konnte nach einem schwierigen ersten Quartal deutlich zulegen. Insgesamt ließen sich somit Corona-bedingte Einbußen im Friseurgeschäft und einzelnen Auslandsmärkten mehr als ausgleichen.

„Wir waren im Jahr 2020 sehr vorrausschauend und sehr aktiv. Diesen Kurs werden wir fortsetzen und erwarten dank der starken Marken und weiterer Innovationen für das Jahr 2021 eine positive Geschäftsentwicklung. Lokale Rückschläge in einzelnen Märkten sind nicht ausgeschlossen, wobei wir für Asien deutlich optimistischer als für Europa sind. Wir glauben, dass die Krise in Europa, auch wegen fehlender Digitalisierung, deutlich länger anhalten wird“, so Dörrenberg.

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