Algorithmus hilft bei Personalsuche

Linda bringt Parship für Apotheken

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Berlin -

Wo sie ihnen am besten helfen könnte, wollte die Kooperation Linda von ihren Mitgliedern wissen – und natürlich rangierte ein Dauerbrennerthema ganz weit oben: der Personalmangel. Und Linda hatte eine Idee: Die Kooperation will mit dem österreichischen Portal Apopersonal.com einem innovativen Stellenvermittler zum Durchbruch in Deutschland verhelfen.

Die Apothekenmärkte in Deutschland und Österreich ähneln sich sehr, allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Während hierzulande händeringend Apotheker:innen und PTA gesucht werden, ist es in der Alpenrepublik eher schwierig, eine Apotheke zu finden, die noch Personalbedarf hat. Die beiden richtigen Kandidaten zu matchen ist in beiden Szenarien nicht leicht – was sich bei unseren Nachbarn klar zeigt.

„In Österreich gibt es eine sehr hohe Fluktuation in den Apotheken und ich habe mich gefragt, woran das liegt“, sagt Amir Shirazi, der im burgenländischen Stegersbach die Salvator-Apotheke betreibt. „Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das klassische Bewerbungsschreiben einfach nicht genug aussagt.“ Arbeitgeber:in und Bewerber:in müssten schlichtweg besser zueinander passen als es durch Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse vorab festgestellt werden kann. Und Shirazi hatte eine Idee.

„Das Gute an unserer kleinen Apothekenwelt ist, dass sie so überschaubar ist“, sagt er. „Jeder Handgriff ist definiert. Da dachte ich mir, das lässt sich doch bestimmt gut in einem Algorithmus verpacken.“ So entwickelte er das Konzept von Apopersonal.com: Wie auf einer Dating-Plattform werden dort Angebot und Nachfrage mittels bestimmter Parameter zusammengeführt. Anhand vordefinierter Kriterien können Apotheke und Stellensuchende ein Suchprofil anlegen, der Algorithmus gleicht die Profile dann ab und verbindet Stellenangebote und Stellengesuche entsprechend ihrer prozentualen Übereinstimmung miteinander – beide Seiten sehen dann auf einen Blick, wie gut sie zueinander passen.

Die Kriterien sind selbstverständlich ganz andere als auf einer Partnervermittlung: Shirazi hat sich nach eigenen Angaben speziell auf die Arbeitsverhältnisse konzentriert, die in Apotheken gängig sind. So können Suchende angeben, wann sie verfügbar sind – in Apotheken arbeiten überdurchschnittlich viele Beschäftigte in Teilzeit. Gleich zu Beginn tragen Arbeitnehmer:innen deshalb ein, ob sie Teilzeitstellen suchen und geben dann mit einem Schieberegler die gesuchte Wochenstundenanzahl ein, gefolgt von einer Aufstellung der Wochentage – hier kann eingetragen werden, wenn man einem bestimmten Tag nicht verfügbar ist oder in welchem Zeitfenster.

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