Douglas sucht Apotheker

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Die Hersteller sind alarmiert. Bereits vor Monaten hat Douglas dem Vernehmen nach die führenden Anbieter apothekenexklusiver Kosmetik angesprochen und sehr massiv auf eine Zusammenarbeit gedrängt. Im neuen Konzept spielt demnach den Verkauf von Apothekenkosmetik eine wichtige Rolle; nachdrücklich wurden die Unternehmen aufgefordert, die entsprechenden Produkte zu liefern. Bei den großen Herstellern soll die neue Konzernchefin Tina Müller sogar persönlich vorgesprochen haben. Doch auf allzu viel Gegenliebe ist der Vorstoß dem Vernehmen nach nicht gestoßen.

Für Müller geht es um viel, denn sie hat sich vorgenommen, die größte europäische Parfümerie- und Kosmetikkette fit für die Zukunft zu machen. Zwar konnten die Umsätze – auch durch Zukäufe – im 1. Quartal 2017/18 um 15 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro kräftig gesteigert werden. In Deutschland läuft das Geschäft aber nach wie vor schleppend. Das will Müller, ehemalige Marketingchefin von Opel, mit einer neuen Produktphilosophie ändern: Weg vom Massenmarkt und von Rabattaktionen, hin zu Exklusivität und Einbindung von Kosmetik aus dem Healthcare-Bereich.

Die Neuerungen sind auch der erfolgreichen Entwicklung der Drogerieketten dm und Rossmann geschuldet, die in den vergangenen Jahren ihre Kosmetik- und Gesundheitsproduktlinien erfolgreich ausgebaut haben. Zusätzlich drängt mit der französischen Kette Sephora, einer Tochter des Luxuskonzerns LVMH (Dior, Louis Vuitton), ein neuer Wettbewerber auf den Markt, der vor allem bei jungen Kundinnen gut ankommt.

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