Blutdruckmessgeräte

Stiftung Warentest revidiert Testergebnis APOTHEKE ADHOC, 12.05.2016 09:17 Uhr

Berlin - In der Mai-Ausgabe hat Stiftung Warentest 15 Blutdrucktestgeräte unter die Lupe genommen. Das schlechteste Oberarmgerät im Test war „BM 85“ von Beurer, das nur mit „ausreichend“ bewertet wurde. Der Hersteller wollte das nicht auf sich sitzen lassen und erwirkte eine Richtigstellung in der Zeitschrift „test“.

Getestet wurden sieben Handgelenkgeräte und acht Oberarmgeräte. Das Oberarmgerät von Beurer war das teuerste und erreichte die Note 3,7. Die Besonderheit des Geräts, Messwerte an Rechner, Smartphones oder Tablets zu übertragen, wurde zum Fallstrick. Denn die Tester kritisierten, dass die iOS-App Nutzernamen und Passwort unverschlüsselt übermittele. Das Datensendeverhalten wurde daher als „sehr kritisch“ bewertet und das Gerät um eine Note abgewertet.

Beurer sah diese Kritik als haltlos an und wehrte sich erfolgreich. In einem Schreiben habe die Stiftung Warentest ihre Aussage bezüglich des „sehr kritischen“ Datensendeverhaltens revidiert, teilt der Hersteller mit. Daraus ergebe sich eine neue Wertung des „BM 85“ mit der Note 2,7 – und damit Platz 3 unter den Oberarm-Geräten. Online sei die Korrektur der Ergebnisse bereits veranlasst worden, zudem werde in der nächsten Printausgabe eine Korrekturmeldung gedruckt.

Doch auch die Kritik am Akkubetrieb kann Beurer nicht nachvollziehen. Die Stiftung Warentest hatte moniert, dass das Gerät mit Akku laufe und oft aufgeladen werden müsse. Für Geräte, die nicht über eine Batterie verfügten, sondern über ein USB-Kabel aufgeladen werden, gab es Punktabzüge. Dies entbehre einer technischen Grundlage, kritisiert Beurer. „Geräte mit Akku sind darüber hinaus höherwertiger und wesentlich umweltfreundlicher als Geräte mit Wegwerfbatterien.“

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