Berät KI die Patienten bald besser als jeder Apotheker?

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Berlin - Egal ob die nächste Pizzabestellung über Alexa oder die Früherkennung von Brustkrebs: Künstliche Intelligenz (KI) verändert das Leben fast aller Verbraucher und Patienten. Doch viele stehen der technischen Revolution skeptisch bis ängstlich gegenüber: Ersetzt eine Software bald meinen Arbeitsplatz? Wendet sich das künstliche Gehirn sogar irgendwann gegen uns Menschen? Wer nicht ersetzbar werden will, muss lernen, KI für sich arbeiten zu lassen. Bei der Digitalkonferenz VISION.A von APOTHEKE ADHOC erklärt mit Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber einer der Väter moderner KI, auf was wir uns gefasst machen müssen – und wie wir Gewinner statt Opfer werden. Tickets gibt es hier.

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz „könnte Millionen Menschen zu besseren Therapien verhelfen – und gleichzeitig dazu beitragen, die Gesundheitskosten signifikant zu senken“, befindet die Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PwC). Durch KI-Anwendungen könnten die prognostizierten Gesundheits- und Folgekosten in Europa demnach binnen zehn Jahren um knapp 200 Milliarden Euro gesenkt werden, sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma bei PwC.

Das Feld der Innovation dürfen wir dabei nicht anderen überlassen. Deshalb hat auch die Bundesregierung die grundlegende Bedeutung von KI-Anwendungen erkannt und Ende vergangenen Jahres eine nationale KI-Strategie beschlossen, die Deutschland zu einem führenden Standort für Entwicklung und Anwendung machen soll. Drei Milliarden Euro will man in die „Schlüsseltechnologie für die gesamte Wirtschaft“ investieren, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ankündigte.

Doch was bedeutet das für die Branche? Lassen Patienten sich bald nur noch von intelligenten Algorithmen beraten und der Beruf des Apothekers wird obsolet? „Der Pharmazeut wird nicht seine Arbeit verlieren, aber seine Arbeit wird sich grundlegend ändern“, erklärt Schmidhuber. Von der Beratung über die Medikation bis zur Kundenakquise gilt: „Solche, die regelmäßig vorn dabei sind, mit den technischen Werkzeugen umgehen und dazu noch menschlich sympathisch sind, haben eine glorreiche Zukunft.“

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