Dat Tran (Springer AI) bei VISION.A

Apothekenplattformen: „Anmelden alleine reicht nicht“ APOTHEKE ADHOC, 24.01.2020 15:05 Uhr

Berlin - Beim Namen Axel Springer denken die allermeisten Leute noch an „Bild“ oder „Welt“. Doch das ist nur ein immer kleiner werdender Teil der Wahrheit: Das größte digitale Medienhaus Europas erwirtschaftet jetzt schon 80 Prozent seines Umsatzes mit Digitalangeboten wie Rubrikenportalen und will sich in den kommenden Jahren als Technologiekonzern neu erfinden. An vorderster Front dabei: Dat Tran. Der Experte für Künstliche Intelligenz leitet die Entwicklung des Tochterunternehmens Springer AI. Er weiß, wie man mit Plattformlösungen und KI neue Erlösmodelle entwickelt – und erklärt das bei der Digitalkonferenz VISION.A von APOTHEKE ADHOC, powered by Noventi. Tickets gibt es hier.

Digitale Geschäftsmodelle können nicht nur ihren Profiteuren wahnsinnig viel Geld einbringen, sie können deren Wettbewerbern auch in Windeseile den Boden unter den Füßen wegziehen. „Heute, in der digitalen Welt, kann man an einem Wochenende ein Business erschaffen, das ganze Branchen umwirft“, bringt Tran es auf den Punkt. Umso entscheidender ist es, zu verstehen, warum das so ist. Tran tut das: Sein Lebenslauf ist ein Potpourri aus digitalen und analogen Geschäftsfeldern, zwischen denen er selbst den roten Faden bildet.

Seit er mit 14 Jahren angefangen hat, zu programmieren, ist er technisch auf der Höhe der Zeit. Nach seinem Abschluss in Operations Research and Econometrics verschlug es ihn allerdings erst in die Investmentbanking-Branche, „aber Banking hat mir nicht so gefallen, deshalb habe ich mich umorientiert. Ich wollte immer Sachen mit großem Impact machen.“ Dafür kam er zur richtigen Zeit, schließlich begann Anfang des letzten Jahrzehnts der Siegeszug der KI. Von da an tauchte er in verschiedene Branchen ein, zum Beispiel baute er beim Online-Preisvergleichsportal Idealo ein Data Science Team auf, das unter anderem Algorithmen für Bildästhetik und für Verkaufswahrscheinlichkeiten entwickelt hat.

„Ich habe immer Zyklen von zwei Jahren, in denen ich schaue, ob ich genug erreicht und genug gelernt habe“, erklärt er seinen Werdegang. Ob zwei Jahre dafür bei Springer reichen, sei noch dahingestellt. Seit Juni 2019 leitet er dort die KI-Abteilung der Konzerntochter Springer AI – ein integraler Bestandteil auf dem Weg zum Techkonzern. „Springer hat sehr viele Tech-Unternehmen aufgekauft und integriert. Um ein Technologieunternehmen zu werden, muss man aber vor allem eigene Technologie entwickeln und verkaufen“, erklärt Tran. „Mein wesentlicher Anteil daran ist, dass ich die KI-Komponente bei Springer selbst entwickeln will.“

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