Storytelling im Pharmamarketing: „Der Endgegner ist der Tod“

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Berlin -

Wer effektives Marketing betreiben will, muss wissen, wie er seine Geschichte verkauft – das gilt für große Konzerne genauso wie für kleine Familienbetriebe. „Die Macht des Storytelling“ ist der Claim von Professor Dr. Veit Etzold. Der Bestseller-Autor, Hochschuldozent und Unternehmensberater erklärt auf der Digitalkonferenz VISION.A von APOTHEKE ADHOC, powered by Noventi, worauf Apotheken und Hersteller gleichermaßen achten sollten. Tickets gibt es hier. Im Podcast WIRKSTOFF.A verrät er, was eine gute Story ausmacht.

Etzold ist ein sehr erfolgreicher Tausendsassa. Nachdem er in Oldenburg, Barcelona und London Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management studiert hat, verschlug es ihn ins Verlagswesen und von dort erst zur Dresdner Bank und Allianz, dann schließlich zur Unternehmensberatung BCE. Der Öffentlichkeit wurde er währenddessen als Autor von Thriller-Bestsellern wie „Final Cut“ oder „Seelenangst“ bekannt. Mittlerweile ist er Professor für Marketing, Vertrieb und Positionierung an der Hochschule Aalen. Wo zwischen alldem der Zusammenhang ist? „Was mein Leben durchzieht, sind Stories“, sagt Etzold und meint das nicht in einem trivialen Sinne, sondern als zutiefst strategischen Ansatz.

Als Unternehmens- und Strategieberater weiß der 46-Jährige um die Bedeutung von Narrativen, nicht nur für gutes Marketing, sondern für die gesamte Strategie von Unternehmen. Sein Job ist es, Managern zu zeigen, wie sie aus ihrem Produkt, aus ihrem Geschäftsmodell Storys machen, mit denen sie die Kunden in ihren Bann ziehen – oft ohne dass die merken, dass ihnen gerade eine Geschichte vorgelegt wird. „Ich habe gesehen, dass unglaublich langweilig kommuniziert wird“, erzählt er aus seinem Lebensweg. „Mir ist damals aufgefallen, dass viele Produkte eigentlich spannend sind, aber schlecht verkauft werden.“ Sein eigenes Geschäftsmodell basiert deshalb darauf, „Firmen beizubringen, wie sie spannender, Thriller-artiger kommunizieren können, ohne dass sie sich dabei total unauthentisch verhalten“.

Und das ist keineswegs die Kür, sondern heutzutage die Pflicht. Denn will man sein Produkt, seine Marke oder gleich sein ganzes Unternehmen unter die Leute bringen, muss man sie wissen lassen, dass sie es brauchen. Viele Unternehmen bieten eine Lösung an, ohne dass es ein zugehöriges Problem gebe. „Wenn ich kein Problem sehe, was soll ich dann mit der Lösung?“, fragt Etzold. „Wer eine Lösung anbietet für ein Problem, das der gegenüber nicht sieht, der macht sich überflüssig.“

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