Apothekenkooperationen

Easy-Apotheken: Viertelmilliarde Euro Umsatz Alexander Müller, 09.03.2017 14:05 Uhr

Berlin - Die Apothekenzahl sinkt langsam, aber stetig, viele Inhaber finden keinen Nachfolger für ihre Offizin. Noch seltener gründen Apotheker „auf der grünen Wiese“ eine Apotheke komplett neu. Bei den Easy-Apotheken ist das aufgrund der Raumvorgaben dagegen die Regel, sodass nach Zahlen der Apothekenkooperation im vergangenen Jahr tatsächlich jede zweite „echte“ Neugründung eine Easy-Apotheke war. Auch mit der Umsatzentwicklung ist man in der Systemzentrale zufrieden.

Zum Jahreswechsel gab es bundesweit 114 Easy-Apotheken, 2017 sind bislang noch zwei dazu gekommen, drei weitere sollen zeitnah folgen. Ziel der Kooperation ist es, jährlich etwa 15 bis 20 Apotheken neu zu eröffnen. Die größte Herausforderung besteht laut Easy-Chef Lars Horstmann darin, geeignete Standorte zu finden. Denn aufgrund des Ladenbaukonzepts werden nur sehr selten bestehende Apotheken umgebaut, im vergangenen Jahr war das nur einmal bei 13 neuen Easy-Apotheken der Fall. Dadurch erklärt sich der hohe Anteil an den Neugründungen in der Gesamtstatistik.

Es gibt weitere statistische Auffälligkeiten im Vergleich zu „normalen“ Apotheken: Diese haben typischerweise einen Rx-Anteil am Umsatz von 80 Prozent. Bei Easy war es in der Vergangenheit genau andersherum: 80 Prozent des Geschäfts wurde mit OTC und Freiwahl gemacht. Da inzwischen mehr Kunden ihre Rezepte in die Easy-Apotheke bringen, hat sich dies etwas angeglichen, heute sind Horstmann zufolge Rx- und OTC-Umsätze in Easy-Apotheken ungefähr gleich stark.

Der insgesamt noch höhere OTC-Umsatz schlägt sich auch in den Gewinnen nieder. Hat eine typische Apotheke ein Vorsteuerergebnis (Ebit) von etwa 6 Prozent, sind bei Easy laut Horstmann 8 bis 10 Prozent drin. Das hat allerdings auch strukturelle Ursachen: Easy-Apotheken sind selten in Ärztehäusern, entsprechend ist der Anteil an hochpreisigen Arzneimitteln geringer, was zu einer besseren Rx-Marge führt.

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