Darmkrebs: 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr

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Berlin - Pro Jahr erkranken in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) etwa 2600 Personen an Dünndarmkrebs und 58.000 Personen an Dickdarmkrebs. Die Diagnose Darmkrebs wird damit im Laufe des Lebens bei einem von 17 Männern und einer von 20 Frauen gestellt. Dabei erkranken mehr als die Hälfte der Patienten jenseits des 70. Lebensjahres.

Etwa zwei Drittel aller Darmkrebs-Erkrankungen werden im Dickdarm entdeckt. Die Neuerkrankungsrate in allen Darmabschnitten, außer im aufsteigenden Kolon, ab. Die Hälfte der malignen Tumore des Dünndarms sind neuroendokrine Tumoren (NET). Sowohl die Neuerkrankungs- als auch die Sterberaten sind seit 1999 angestiegen.

Risikofaktoren

Dünndarm: Über Risikofaktoren für NET des Dünndarms ist wenig bekannt. Als mögliche Risikofaktoren werden das Lynch-Syndrom, das Peutz-Jeghers- Syndrom, die familiäre juvenile Polyposis und Mukoviszidose sowie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn) diskutiert. Patienten mit Morbus Recklinghausen haben ein erhöhtes Risiko für gastrointestinale Stromatumore. Ein kleiner Anteil scheint erblich bedingt zu sein (familiäres GIST-Syndrom).

Dickdarm: Die größten Risikofaktoren sind Tabakkonsum, Alkohol-Abusus, der übermäßige Verzehr von rotem Fleisch und Übergewicht. Sin Verwandte ersten Grades erkrankt, so steigt das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen steigern das Erkrankungsrisiko in geringerem Umfang.

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