Apothekenkette

Bericht: Stada-Eigner wollen Boots kaufen

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Berlin -

Einem Zeitungsbericht zufolge will der Finanzinvestor Bain Capital die britische Apothekenkette Boots kaufen.

Wie „The Times“ berichtet, hat Bain bereits vor zwei Monaten ein Angebot für Boots abgegeben und sich nach Prüfung aller Unterlagen für das anstehende Bieterverfahren an der Spitze positioniert. Für den Fall eines Zuschlags soll der Investor, der hierzulande gemeinsam mit Cinven hinter Stada steht, bereits fachliche Unterstützung durch erfahrende Manager gesichert haben.

Anfang Dezember hatte der Wirtschaftssender „Sky News“ berichtet, dass Walgreens Boots Alliance (WBA) die britische Tochter für einen Milliardenbetrag verkaufen will. Die Investmentbank Goldman Sachs prüfe die Optionen für Boots, was auch zu einer Veräußerung der 172 Jahre alten Kette führen könnte. Dabei könnte Boots insgesamt mit bis zu 5 Milliarden britischen Pfund (5,9 Milliarden Euro) bewertet werden. Auch eine Abspaltung mit einem anschließenden Börsengang sei eine Option.

Eigenen Angaben zufolge betreibt Boots in Großbritannien mehr als 2300 Geschäfte, von Apotheken bis hin zu Parfümerien. Im Frage eines Verkaufs stellt sich auch die Frage, was mit den Ablegern in Norwegen, den Niederlanden, Irland und Thailand sowie der Nutzung der Marke durch die Franchisenehmer im arabischen Raum wird.

Boots ist eigentlich integraler Bestandteil von WBA, wie schon aus dem Namen hervorgeht. Doch die neue Konzernchefin Rosalind Brewer hat andere Deals im Blick. Gerade erst kaufte WBA für 5,2 Milliarden US-Dollar die Praxiskette VillageMD, um so stärker in den ärtzlichen Bereich vorzustoßen und die Sparte „Walgreens Health“ zu etablieren.

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