Arzneimittelmissbrauch: Codein auf Platz 1

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Codein ist in Finnland rezeptfrei erhältlich. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass Kunden Hustenmittel missbrauchen. Einige würden die Produkte sogar als Rauschmittel verwenden. Auf Platz 1 landet somit das Opioid, dicht gefolgt von nasalen Dekongestiva, deren Missbrauch fast so verbreitet ist wie der Missbrauch von Hustenmitteln. Oft werde auch das in derartigen Präparaten enthaltene Pseudoephedrin als Rauschmittel angewendet. Weitere missbrauchte Arzneimittel sind Laxantien sowie Mittel gegen die Reisekrankheit.

Weiterhin kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Paracetamol zu lange oder in zu hohen Dosen eingenommen werden. Oft würden auch Kunden das falsche Schmerzmittel zur Behandlung ihrer Beschwerden wählen. Heißgetränke gegen grippale Infekte werden auch missbraucht: Die Pulver zur Herstellung einer Lösung enthielten oft Ibuprofen, die häufig unbedacht zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen würden. Somit käme es oft zur Überschreitung der empfohlene Dosierung. Viele Finnen würden zudem glauben, dass das Trinken dieser Heißgetränke eine Erkältung oder Grippe verhindert.

Aber auch Dermatika spielen der Umfrage zufolge eine große Rolle: Beliebt seien wirkstoffhaltige Cremes und Salben. Viele Finnen würden regelmäßig cortisonhaltige Dermatika benutzen im Glauben, dass es bei einer Vielzahl von Hautproblemen helfen könne. Aber auch antibiotische Salben werden missbräuchlich angewendet. „Im Allgemeinen sollte die Verwendung aller unnötigen Antibiotika vermieden werden, auch in Hautcremes. Lotion kann beispielsweise eine Wunde, die nicht infiziert ist, nicht heilen“, sagt Aaltonen.

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