Nach Mord an Ehefrau

30 Jahre Haft für Apotheker APOTHEKE ADHOC, 06.12.2018 08:59 Uhr

Berlin - Im Mai dieses Jahres wurde eine Apothekerin mit indischen Wurzeln im englischen Middlesbrough ermordet. Nachdem die Staatsanwaltschaft Klage gegen den tatverdächtigen Ehemann, ebenfalls Apotheker, erhob, wurde der 37-Jährige nun zu 30 Jahren Haft verurteilt. Der junge Mann habe geplant, nach Australien zu ziehen um mit einem anderen Mann ein neues Leben zu beginnen.

Jessica Patel arbeitete in der Apotheke ihres Mannes Mitesh. Das Paar mit indischen Wurzeln betrieb die Roman Road Pharmacy in Middlesbrough. Einwohner des Ortes beschrieben die beiden als freundlich, aber zurückgezogen lebend. Die 34-jährige Pharmazeutin wurde am 14. Mai von ihrem Mann in ihrem Wohnhaus im englischen Middlesbrough ermordet. Nach Ermittlungen der Polizei und Sichtung des Beweismaterials verurteilten die Richter nach einem fast dreiwöchigen Gerichtsverfahren heute den Ehemann.

Wie Lokalmedien berichten, injizierte Mitesh Patel seiner Frau Jessica Insulin, bevor er sie mit einer Tesco-Tasche in ihrem Haus erwürgt hatte. Er inszenierte dann einen Einbruch, um den Anschein zu erwecken, sie sei von einem Fremden getötet worden. Über eine Dating-App habe der Apotheker andere Männer für sexuellen Beziehungen gesucht. Er hätte auch die Absicht gehabt, mit seinem Partner nach Australien zu ziehen. Dabei wollte er von der Lebensversicherung profitieren, die ihm nach dem Tod seiner Frau zustehen würde. Dabei ging es um zwei Millionen Pfund Sterling, wie die Polizei mitteilt.

Es konnte gezeigt werden, dass der Mann im Haus war, als der Mord stattfand. Detektive stellten dem Gericht Filmmaterial zur Verfügung, aus dem hervorging, dass der Täter das Haus nach dem Mord verließ und einen nahe gelegenen Pizza-Laden besuchte. Dann kehrte er nach Hause zurück und rief die Polizei an. Er behauptete, dass ein Einbruch in seinem Haus stattgefunden hatte.

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