FFP2: Apotheke rechnet 22 Millionen Euro ab

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Berlin - Mit der Verteilung der FFP2-Masken verdienen die Apotheken gutes Geld – vor allem mit dem aktuell gültigen Preis von 6 Euro pro Maske. Doch als eine Apotheke bei der ersten Abrechnung 22 Millionen Euro geltend machte, gab das Rechenzentrum den Beleg zur erneuten Prüfung zurück.

Die im Januar gegen Coupon abgegeben Masken konnten die Apotheken zum Monatswechsel erstmals in Rechnung stellen. Die Prozesse müssen sich allerdings erst noch einspielen. Die Rechenzentren berichten von einigen Pannen: So hätten einige Apotheken ein normales Muster-16-Rezept mit der Sonder-PZN bedruckt, andere sogar die Berechtigungsscheine eingeschickt.

Den Vogel abgeschossen hat aber eine Apotheke aus Nordrhein-Westfalen. Die hat zwar ordnungsgemäß den NNF-Beleg für die Abrechnung genutzt, bei der Anzahl der Masken aber offensichtlich daneben gelangt: Rund 22 Millionen Euro wurden auf dem Beleg in Rechnung gestellt, das entspricht etwa 611.000 eingelösten Coupons oder 3,6 Millionen herausgegebenen Masken.

Das Rechenzentrum hat das so nicht an das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) weitergereicht, sondern den Beleg zur erneuten Prüfung an die Apotheke zurückgegeben. Bei allem Verständnis dafür, dass sich bei einem neuen Prozedere Fehler einschleichen können, wundert man sich beim Rechenzentrum über den Vorfall. Immerhin sei der Beleg ein Dokument, gestempelt und vom Inhaber unterschrieben.

Für die Abrechnung der Masken verwenden die Apotheken den Sonderbeleg für den Nacht- und Notdienstfonds (NNF). Angegeben werden die Sonder-PZN 06461245, Apotheken-IK, Summe der Eigenbeteiligung, Gesamtbrutto, der Anzahl der Maskensets und die daraus resultierende Vergütung. Im unteren Teil des Rezepts lautet der Text „Schutzmasken“, darunter ist der letzte Kalendertag des Abgabemonats zu vermerken. Stempel und Unterschrift gehören unten recht in die Ecke.

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