3,30 Euro: Wie läuft die Abrechnung?

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Berlin - Der Erstattungspreis für die FFP2-Masken erscheint Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jetzt zu hoch, er will seine eigene Verordnung nach unten korrigieren. Ab dem 10. Februar werden nur noch 3,30 Euro netto erstattet. Ungeklärt ist noch, wie die Apotheken das abrechnen sollen.

Für ein Dutzend FFP2-Masken für jeden Versicherten ist der Aufwand beträchtlich: Für ein 6er-Set Masken bekommen die Apotheken 34 Euro brutto vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), das das Geld aus dem Gesundheitsfonds zieht, der es aus Steuergeldern erstattet bekommt; 2 Euro zahlen die Bezugsberechtigten selbst in der Apotheke. Der Vorgang wiederholt sich einmal, die Fristen zur Einlösung der beiden Coupons überschneiden sich. Die Apotheke rechnen allerdings monatlich über ihr Rechenzentrum mit dem BAS ab.

In diese Gemengelage hinein plant das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt eine Preisänderung. Statt 6 Euro brutto (5,04 Euro ohne Mehrwertsteuer), sollen jetzt 3,30 Euro netto (oder 3,93 Euro brutto) pro Maske erstattet werden. Als Stichtag ist im Entwurf der Verordnung der 10. Februar vorgesehen. In der Begründung heißt es: „Dies bedeutet insbesondere, dass von den Apotheken für den zweiten Berechtigungsschein (einlösbar vom 16. Februar 2021 bis 15. April 2021) nur der abgesenkte Erstattungspreis abgerechnet werden kann“.

Das ist in der Praxis aber ohne Änderung des Abrechnungsvorgangs gar nicht umsetzbar. Aktuell ist vorgesehen, dass die Apotheken den NNF-Beleg nutzen, um einmal monatlich die Anzahl der abgegebenen Masken ans Rechenzentrum zu übermitteln. Dieses stellt dann eine Sammelrechnung an das BAS. Für die Abrechnung wird eine Platzhalter-PZN verwendet. Ob ein Coupon der ersten oder zweiten Tranche eingelöst wurde, geht aus der Abrechnung nicht hervor.

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