EMA prüft Herzmuskelentzündungen nach Impfung

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Berlin - Die Europäische-Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung mit den Präparaten der Hersteller Biontech und Moderna. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Amsterdam mit.

„Zurzeit gibt es keinen Hinweis, dass diese Fälle mit dem Impfstoff zusammenhängen“, teilte die EMA mit. Myokarditis komme jedoch im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung häufiger vor. Die EMA machte keinerlei Angaben über die Zahl der Fälle. Betroffen seien die sogenannten mRNA-Impfstoffe. In der EU sind das die Präparate von Biontech und Moderna.

Israelische Medien hatten über eine Analyse berichtet, der zufolge 62 Fälle von Myokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung aufgetreten seien, vor allem bei jungen Männern im Alter von 18 bis 30 Jahren. Davon seien zwei Patienten – ein Mann und eine Frau – gestorben. Die meisten der 56 Fälle traten nach der Zweitimpfung auf. Insgesamt haben in Israel rund fünf Millionen Einwohner eine Zweitimpfung erhalten. In dem Land wurde nahezu ausschließlich mit dem Biontech-Präparat geimpft.

Myokarditis sei eine meist durch Viren ausgelöste Entzündung des Herzmuskels, die vor allem bei Männern unter 50 Jahren vorkomme, teilte der Münchner Kardiologe Bernhard Nagel von der München Klinik Schwabing auf Anfrage mit. „Einen Zusammenhang mit einer mRNA-Impfung halte ich primär für unwahrscheinlich. Das Risiko einer Herzmuskelbeteiligung bei einer Covid-Infektion schätze ich als wesentlich größer und besorgniserregender ein.“ In den meisten Fällen werde eine Herzmuskelentzündung mit Medikamenten erfolgreich behandelt.

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