„Systemrelevante Berufe“: Keine Notfallbetreuung für PTA?

, Uhr aktualisiert am 13.03.2020 17:55 Uhr

Berlin - Deutschlandweit werden Schulen geschlossen – angesichts der zu erwartenden Ausfälle von Arbeitnehmern hatte sich die Politik zu keiner einheitlichen Regelung durchringen können. Für „systemrelevante Berufe“ soll eine Notbetreuung organisiert werden – aber ob Apotheker, PTA und PKA dazu gehören, ist bislang nicht bekannt. Die ersten Apotheken versuchen, auf eigene Faust eine Lösung zu organisieren.

Baden-Württemberg will bei den flächendeckenden Schulschließungen ab der kommenden Woche die Betreuung von Kindern sicherstellen, deren Eltern bei Polizei, Feuerwehr oder in Krankenhäusern arbeiten. Die Aufrechterhaltung von systemrelevanten Berufen müsse gewährleistet werden. Andernfalls, so befürchten die Kultusministerien und das Bundesgesundheitsministerium, wäre der reibungslose Arbeitsablauf in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen gefährdet, da Personal für die Kinderbetreuung zu Hause bleiben würde.

ine explizite Liste der berücksichtigten Berufe liegt bislang nicht vor. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte am Freitag in Stuttgart, dass es eine Notfallbetreuung geben solle, wenn beide Elternteile zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur benötigt würden. Dazu zählten Polizei, Feuerwehr, der medizinische und pflegerische Bereich, die Lebensmittelproduktion, der Lebensmittelhandel sowie die Energie- und Wasserversorgung.

„Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, in dieser Notsituation konstruktiv mitzuarbeiten“, sagte Eisenmann. Sie forderte insbesondere Lehrer auf, bei der Kinderbetreuung zu helfen, da Lehrer in der Zeit der Schulschließungen nicht offiziell im Urlaub seien. Notfalls könne sie die Lehrer dazu auch anweisen. Sie setze aber zunächst auf Freiwilligkeit. Dies sei eine Notsituation, betonte Eisenmann. Zuvor hatte die Landesregierung angekündigt, von Dienstag an alle Schulen und Kitas im Land bis zum Ende der Osterferien schließen zu wollen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

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