PTA legt Impfpassfälscher rein

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Berlin - Immer wieder versuchen Kunden, mit gefälschten Impfpässen in Apotheken ein digitales Impfzertifikat zu erschleichen. Doch in der Löwen-Apotheke in Leer ist ein Betrüger an die falsche PTA geraten. Sie hielt den Mann mit einem Trick so lange hin, bis die Polizei da war.

Unter den Apotheken im ostfriesischen Leer hatte sich schon herumgesprochen, dass verdächtige Kunden nach Zertifikaten fragten. Männer mit niederländischen Pässen und Impfausweisen, in denen ausschließlich die Covid-19-Impfung vermerkt sei. Und tatsächlich: Auch in der Löwen-Apotheke von Margit Reinhard-de Vries sprach ein solcher Kunde vor.

Er wurde zunächst wieder weggeschickt. Derzeit laufe das System zum Ausstellen der Zertifikate nicht, sie würden sich später melden, so die gar nicht so aus der Luft gegriffene Ausrede. Damit hatte die Apotheke nicht nur Namen und Adresse des Fälschers, sondern auch seine Telefonnummer.

Reinhard-de Vries fragte bei Biontech nach und erfuhr, dass es die im Impfpass angegebene Charge überhaupt nicht gibt. Die Apothekerin verständigte die Polizei. Der Kunde wurde erneut kontaktiert und kam tatsächlich wieder in die Apotheke, um sein Zertifikat zu holen. Die ihn bedienende PTA bluffte eiskalt, sie müsse eben den Toner des Druckers wechseln, er möge sich kurz gedulden. Sehr kurze Zeit darauf traf die Polizei ein und nahm die Personalien des Mannes aus Groningen auf. Gegen den 43-Jährigen wird jetzt ermittelt. Zuletzt waren schon vermehrt falsche Ausweise aus dem Impfzentrum in Düsseldorf im Umlauf.

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