Kölner Apothekenfall

Geringe Giftspuren in weiterem Tütchen dpa / APOTHEKE ADHOC, 02.10.2019 15:00 Uhr

Köln - Im Fall der vergifteten Glukose aus einer Kölner Apotheke mit zwei Toten haben die Ermittler in einem Tütchen einer weiteren Patientin Spuren der toxischen Substanz festgestellt. Dabei handele es sich nur um sehr geringe Spuren, „die bei einer Einnahme offenbar nicht gesundheitsschädigend gewesen wären“, erklärte die Staatsanwaltschaft Köln heute.

Die Patientin hatte das Tütchen nach einem Aufruf der Behörden abgegeben. Der Inhalt war dann vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln untersucht worden. Weitere Personen hätten sich auf den Aufruf nicht gemeldet. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben weiter in alle Richtungen.

Auch Vorsatz und damit ein Morddelikt können nicht ausgeschlossen werden. Derzeit würden weiterhin Beweismittel ausgewertet und Zeugen vernommen. „Konkrete Hinweise darauf, dass in der betreffenden Apotheke gelagerte Glukose in anderen Apotheken verkauft worden wäre, liegen – jedenfalls derzeit – nicht vor“, heißt es von der Behörde.

Eine schwangere Frau und ihr notgeborener Säugling waren vor knapp zwei Wochen an Organversagen gestorben, nachdem die 28-Jährige eine Glukose-Mischung aus einer Kölner Apotheke zu sich genommen hatte. Um welche toxische Substanz es sich dabei genau handelt, wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen bisher nicht nennen. Mehrere regionale Medien berichten von einem Narkosemittel, das zur lokalen Betäubung eingesetzt werde. Die Staatsanwaltschaft wollte dies weder bestätigen noch dementieren.

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