Homöopathie: „Bildungsbedarf bei Apothekern“

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Aber was schließen die Autoren daraus? „Zum einen zeigen unsere Ergebnisse, dass im Falle eines grippalen Infektes die überwiegende Mehrzahl von ihnen zu schulmedizinischen Präparaten rät, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Linderung der Symptome führen“, erläutert Betsch, Professor für Sozial-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie. „Was die Wirkung von Homöopathie betrifft, so zeichnet unser Untersuchungsergebnis ein eher düsteres Bild.“ Denn nur in 5 Prozent aller Beratungsgespräche sagten die Apotheker, dass wissenschaftlichen Belege fehlten.

Ihm zufolge soll die Beurteilung der Wirksamkeit von Präparaten nach pharmakologisch-toxikologischen Kriterien der Leitlinien erfolgen. Die Empfehlungen der Apotheker enthielten zwar in der Regel evidenzbasierte Therapien, allerdings würde sich ihr Wissen über die Wirkung von Homöopathie mehrheitlich nicht von Laien-Meinungen unterschieden. „Zumindest was letzteren Bereich betrifft, scheint ein (Weiter)-Bildungsbedarf bei vielen Apothekern zu bestehen“ , so Betsch.

Da die Feldstudie relativ klein angelegt war, ist eine repräsentative Aussage aus den Ergebnissen nicht abzuleiten. Dass nicht zwischen Apotheker und PTA unterschieden wurde, ist eine weitere Limitation. Außerdem sind Gedächtnisprotokolle anfällig für Bias.

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