Hexal widerspricht Pfusch-Apotheker

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Hexal dementiert: Zytostatika würden am Standort im österreichischen Unterach am Attersee hergestellt und im Werk in Barleben bei Magdeburg zur Auslieferung bereitgestellt. Von dort aus würden sie über Trans-o-flex an den Großhandel oder direkt an die Apotheken beliefert, so ein Sprecher. Der Außendienst bekomme die Packungen nicht zu Gesicht. Das sei oft schon ausgeschlossen, da es sich in der Regel um Kühlware handele.

Der Mitarbeiter habe auf Nachfrage noch einmal klargestellt, dass es die geschilderten Verkäufe nicht gegeben habe. Es gebe auch keinen Hinweis, dass Ware außerhalb der legalen Vertriebswege aufgetaucht sei.

Der Vorwurf, dass Medikamente systematisch unterdosiert seien, könne nicht stimmen, argumentiert die Verteidigung. Studien zeigten, dass von dem Bottroper Apotheker belieferte Ärzte bei ihren Patienten „eine deutlich höhere mittlere Überlebensrate“ erzielt hätten.

„Wir haben Verständnis für die Sorgen und Ängste der Patienten“, sagte Verteidiger Peter Strüwe (Dr. Daube, Strüwe & Kollegen, Essen) in dem Prozess vor dem Essener Landgericht. Man müsse sich jedoch von der reflexartigen Bewertung freimachen, dass alles, was bis jetzt bekannt sei, schon stimmen werde. S. wird außerdem vertreten von den Rechtsanwälten Eerke Pannenborg und Ulf Reuker (Park, Dortmund) und Christian Roßmüller (Roßmüller & Scaglione, Essen).

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