Gehe richtet Securpharm-Hotline ein

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Berlin - Der große Securpharm-Krach ist bisher ausgeblieben, aber die Verunsicherung bleibt vielerorts. Gehe hat deshalb nun eine kostenlose Hotline eingerichtet, an die sich Apothekenmitarbeiter mit ihren Fragen wenden können. Anderthalb Wochen nach dem Securpharm-Start zieht der Stuttgarter Großhändler eine positive Bilanz.

„Wir konnten von Anfang an alle notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen erfüllen“, verkündet Gehe-Chef Dr. Peter Schreiner. Genau wie die Apotheken vor Ort hatte der Großhändler allerdings auch keine andere Wahl – auch wenn aktuell nur ein Bruchteil der derzeit im Umlauf befindlichen und betroffenen Arzneimittelpackungen auf Grund der Übergangsfrist einen Data Matrix Code sowie einen Erstöffnungsschutz aufweist. Trotzdem müssen beispielsweise alle Arzneimittel kontrolliert werden, die die Apotheken an den Großhandel retournieren. Zudem werde seit dem 9. Februar jede Charge eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels vom Großhandel dokumentiert, das die Sicherheitsmerkmale bereits aufweist und an die Apotheke abgegeben wird.

Insgesamt habe Gehe 18 Millionen Euro investiert, um fit für Securpharm zu sein. Das Geld sei insbesondere in die Anpassung der internen Prozesse und die notwendige Technik geflossen, erklärte Schreiner: „Das Thema Arzneimittelsicherheit hat bei Gehe seit jeher oberste Priorität, doch mit den zusätzlichen Kontrollen und der Dokumentation der Charge eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels haben wir unsere Anstrengungen im Bereich der Arzneimittelsicherheit noch einmal verstärkt.“

Dennoch bleibt bei vielen Gehe-Kunden noch Verunsicherung. Deshalb habe man eine kostenlose Hotline eingerichtet, die die Apotheken bei Fragen zur Umsetzung der Arzneimittelfälschungsschutzrichtlinie „individuell, kompetent und praxisnah unterstützt“, wie Gehe mitteilt. Geschulte Mitarbeiter beraten dort beispielsweise zum Umgang mit negativen Verifizierungen, der Abgabe von Teilmengen oder der Verifizierung des Wareneingangs vom Großhändler. Noch bis zum 31. März soll die Hotline von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr unter der Nummer 0800 0211333 zu erreichen sein.

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