Zombie-Packungen im Securpharm-System

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Berlin - Seit rund einem Monat ist das Securpharm-System in Apotheken scharf gestellt. Bislang müssen die Teams in der Offizin nur mit der Bestandsware „üben“. Aber bald muss jede Packung vor der Abgabe aus dem System ausgecheckt werden. Aber was passiert eigentlich, wenn das in der Hektik des Alltags einmal vergessen wird?

Bei der Abgabe muss jede registrierte Packung aus dem Securpharmsystem ausgetragen werden. Die Packung wird dann als abgegeben gespeichert, ihr individuelles Sicherheitsmerkmal deaktiviert. Innerhalb von zehn Tagen kann die Packung noch zurückgebucht werden, danach ist eine Rückführung in das Sicherheitssystem nicht mehr möglich.

Während die Hersteller das Datenbanksystem ACS PharmaProtect verwenden, wurde für die Apotheken als abgebende Stellen aus Datenschutzgründen bewusst ein separater Server eingerichtet. Die Aktivitäten der Apotheken werden bei der Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA) gespeichert.

Zwar erinnert die Software an das Auschecken der Packung, aber wie jeder wiederkehrende Warnhinweis kann es auch hier passieren, dass der Mitarbeiter in der Apotheke den Vorgang vergisst. Was passiert dann mit der Packung? „Daten nicht ausgebuchter Packungen werden automatisch ein Jahr nach Ablauf des Verfalldatums aus dem Securpharm-System ausgebucht“, erklärt eine Securpharm-Sprecherin. Mit anderen Worten: Bei der NGDA könnte ein Berg an „Karteileichen“ längst abgegebener Packungen entstehen.

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