Securpharm-Ausfälle: „Das zeigt, dass das kein stabiles System ist“

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Berlin - Bei Securpharm scheint es bundesweit Probleme zu geben. Mehrere Apotheken berichten von teils schweren Einschränkungen, die Verifikation und das Ausbuchen von Arzneimitteln seien nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Securpharm gibt Entwarnung.

Zweimal rot, einmal grün: Das mussten viele Apotheker heute sehen, als sie auf Securpharm-Status.de nachschauten. Zwei der drei Systeme seien nicht erreichbar, heißt es da. Während beim Authentifizierungsserver alles normal läuft, wird bei Apothekenserver und Herstellerdatenbank angezeigt: „Dienst nicht erreichbar!“ Securpharm bestätigt den Ausfall: „Das Securpharm-System ist kurzzeitig ausgefallen, steht aber wieder zur Verfügung. Die Ursachenforschung läuft“, so eine Sprecherin. Genaue Daten dazu, wie viele Apotheken wie oft betroffen waren oder sind, liegen noch nicht vor.

„Derzeit ist das Datenbanksystem des Securpharm-Systems gestört“, meldete die Apothekerkammer Berlin bereits gestern. „Eine Verifikation und das Ausbuchen von Medikamenten ist derzeit nicht beziehungsweise nur eingeschränkt möglich.“ Die Störung sei ersten Erkenntnissen nach „voraussichtlich auf eine Problem in der Erreichbarkeit der Herstellerdatenbank“ zurückzuführen. Für die Apotheker bedeutet das vor allem: Mehrarbeit. Denn gemäß Artikel 29 der delegierten Verordnung sind sie nun verpflichtet, sich händisch um die Ausbuchung zu kümmern: Können Arzneimittel wegen technischer Probleme nicht korrekt ausgebucht werden, „notieren sie das individuelle Erkennungsmerkmal und nehmen die Überprüfung der Echtheit und die Deaktivierung des individuellen Erkennungsmerkmals vor, sobald die technischen Probleme behoben sind“, heißt es da.

Die betroffenen Arzneimittel dürfen trotzdem abgegeben werden. Charge, Seriennummer und Verfalldatum müssen aber notiert werden, um die Packung später manuell auszubuchen. Manche Apotheken fotografieren die Packungen, eine Berliner Apotheke berichtet, dass sie die Codes in einer eigenen Word-Datei zwischenspeichert und andere wiederum machen es klassisch mit Bleistift und Papier, Apotheker Aristide Reidel zum Beispiel. Der Inhaber der Rathaus-Apotheke in Saulheim hatte heute Vormittag mit der Technik zu kämpfen.

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