Arzneimittelsicherheit

Securpharm: Freigabe hakt noch Tobias Lau, 28.02.2019 13:51 Uhr

Berlin - Apotheken haben die Securpharm-Probleme nicht für sich gepachtet: Wie mehrere Unternehmen und Verbände berichten, haben Hersteller, Großhändler und von denen vor allem die Reimporteure Schwierigkeiten mit der Datenübertragung zwischen den europäischen und nationalen Servern. Die European Medicine Verification Organisation (EMVO), die die Umsetzung der EU-Richtlinie koordiniert, bestätigt das, schweigt aber zu den Details.

Die Probleme treten wohl vor allem bei der Datenübertragung zwischen mehreren Staaten auf. Die Übermittlung der hochgeladenen Daten vom EU-Hub auf die nationalen Server funktioniere nicht oder nur extrem langsam, beklagt beispielsweise Emra-Chef Dirk Oltersdorf. Deshalb komme es zu Verzögerungen bei der Freigabe und Auslieferung der Ware, was insbesondere für die Reimporteure mit ihrem durchlaufenden Geschäft eine besondere Belastung bedeute. „Ich kann bestätigen, dass es beim Hochmelden zum EU-Hub immer wieder zu Verzögerungen kommt“, sagt auch Saim Erhazar, Vorstand von ACA Müller. „Diese sind in der Regel aber am gleichen Tag gelöst.“

Es scheint also auf europäischer Ebene zu haken. Medicines for Europe, der europäische Verband der Generikahersteller, bestätigt das ebenfalls. Die Schwierigkeiten seien aber nicht massiv. „Es gab einige technische Probleme, die den Upload mancher Chargen betroffen haben. Wiederum einige davon entstanden durch technische Probleme am EU-Hub“, sagt Generaldirektor Adrian van den Hoven. Die meisten dieser Fehler seien aber schon innerhalb der ersten Woche nach dem Start behoben wurden „und der Rest der technischen Probleme wird bald gelöst sein“, zeigt er sich zuversichtlich.

Deshalb konzentriere sich Medicines for Europe im Moment darauf, der EMVO alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, um diese technischen Probleme so schnell wie möglich zu beheben, damit ein schneller, sicherer Upload gewährleistet werden kann. „In Fällen, in denen sich das als unmöglich herausstellt und wo das zu Problemen in der Lieferkette führt, die Patienten und Abgabestellen betreffen, setzen wir uns mit der EU-Kommission und nationalen Behörden in Verbindung, um Lösungen zu finden, damit die Patienten nicht beeinträchtigt werden“, so van den Hoven.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Lippenherpes

Ilon: Mikroalgen als Herpesschutz»

Arzneimittellagerung

Sensorist: Temperaturkontrolle digital»

Pharmaunternehmen

Glyphosat-Prozesse: Bayer-Chef verteidigt Monsanto-Übernahme»
Politik

Masern

Impfpflicht-Vorstoß: Grüne skeptisch»

Krankenkassen

Spahn will mehr GKV-Wettbewerb»

Protestmarsch

Video zur Apothekerdemo»
Internationales

CBD-Produkte

CVS steigt ins Cannabis-Geschäft ein»

Erfolg mit E-Rezept

Tschechien: Ministerium will Rx-Versand zulassen»

USA

Apothekenkette Shopko ist am Ende»
Pharmazie

Rhinologika

Neue Zusammensetzung für Otriven»

Lob für Studien zu Onpattro

G-BA: Beträchtlicher Zusatznutzen für fünf Wirkstoffe»

Aducanumab gegen Alzheimer

Studie abgebrochen: Hoffnungsträger erreicht Ziele nicht»
Panorama

Apotheken-Konzerte

PTA Kim on Tour: Das sind die Gewinner-Apotheken»

Alternativmedizin

Drei Tote: Heilpraktiker vor Gericht»

Nachtdienstgedanken

Gute Doku, schlechte Doku»
Apothekenpraxis

Verfahren um Berufsverbot

Die Würde des Apothekers»

Klosterfrau

Nonne, Konsul und Melissengeist»

OTC-Hersteller

Ex-Hexal-CEO wird Klosterfrau-Chef – Geschäftsführung ausgetauscht»
PTA Live

Social Media

Gehe schult PTA zu Influencern»

PTA IN LOVE auf der Interpharm

Liebe auf den ersten Blick»

Pharmazie bei den Streitkräften

Bundeswehr kennt keinen PTA-Mangel»
Erkältungs-Tipps

Erkältung

Fließschnupfen vs. Stockschnupfen»

Verwechslungsgefahr

Grippe oder Erkältung?»

Kleine Pflanzenkunde: Kampferbaum

Wissenswertes über Campher»