Handlungsoptionen für Apotheker

Securpharm: Was tun, wenn etwas schiefgeht? APOTHEKE ADHOC, 07.02.2019 10:26 Uhr

Berlin - In der Nacht von Freitag auf Samstag wird Securpharm scharf gestellt. Wer sich bis jetzt nicht auf die neuen Abläufe und möglichen Fehlerquellen vorbereitet hat, dem bleibt nicht mehr viel Zeit. Securpharm hat nun wie bereits angekündigt einen Leitfaden zum Ablauf der Echtheitsprüfung veröffentlicht – inklusive eines Entscheidungsbaums, der erklärt, wie man sich bei welchem Fehler verhält. Hier gibt es die aktuellen Handlungsoptionen für Apotheker sowie Hinweise zum Erstöffnungsschutz und zum Data Matrix Code.

Verschreibungspflichtige sowie bestimmte nicht-verschreibungspflichtige Omeprazol-haltige Arzneimittel („verifizierungspflichtige Arzneimittel“) müssen ab Samstag mit einem Erstöffnungsschutz verschlossen sein und ein ein individuelles Erkennungsmerkmal im Data Matrix Code enthalten, das bei der Abgabe an den Patienten verifiziert und ausgebucht wird. Bestandsware ist nicht betroffen, in den nächsten Jahren werden Bestandsware und verifizierungspflichtige Arzneimittel deshalb noch parallel existieren – so weit, so klar. In den meisten Apotheken dürfte das Personal jedoch mit Fehlermeldungen und technischen Problemen rechnen, deshalb erklärt Securpharm, was zu tun ist, wenn es nicht so piept, wie es soll.

Grundlegend müssen zwei wesentliche Merkmale geprüft werden: das individuelle Erkennungsmerkmal und der Erstöffnungsschutz. Das individuelle Erkennungsmeerkmal ist der Data Matrix Code. Zuerst muss überprüft werden, ob der da ist. Wenn kein Data Matrix Code vorhanden ist, folgen Sie dem regulären Ablauf und scannen den bisherigen, alten PZN-Strichcode. Gegebenenfalls nimmt das Warenwirtschaftssystem dabei eine separate Bestandswarenprüfung vor. Grundsätzlich kann, nach einer sorgfältigen und positiven Prüfung auf Bestandsware, die Packung weiterhin abgegeben werden. Handelt es sich nicht um Bestandsware, liegt ein Fälschungsverdacht vor.

Wenn ein Data Matrix Code vorhanden ist, muss er gescannt werden. Wenn der Regelfall eintritt und ein positives Verifikationsergebnis erscheint, können Sie die Packung abgeben. Dann ist nichts weiter zu tun. Wenn die Anweisung erfolgt, den bisherigen, alten PZN Strichcode zu scannen, folgen Sie dieser Anweisung. Gegebenenfalls nimmt das Warenwirtschaftssystem dabei eine separate Bestandswarenprüfung vor. Grundsätzlich kann, nach einer sorgfältigen und positiven Prüfung auf Bestandsware, die Packung weiterhin abgegeben werden. Handelt es sich nicht um Bestandsware, liegt auch hier ein Fälschungsverdacht vor.

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