Fehlermeldungen zum Start erwartet

Securpharm: „Das System wird sich warmlaufen“ Alexander Müller, 05.02.2019 12:44 Uhr

Berlin - Wenn am kommenden Samstag Securpharm scharfgeschaltet wird, kann es in Apotheken zu technischen Fehlermeldungen kommen. Schuld sind Packungen, die zwar schon einen 2D-Code tragen, aber noch nicht im System registriert sind. „Das führt dazu, dass auch Packungen Warnsignale auslösen, die vollkommen in Ordnung sind“, kündigte Securpharm-Integrationsmanager Dr. Norbert Gerbsch an.

„In der Anfangsphase sind technische Fehlermeldungen zu erwarten. Das System wird sich warmlaufen“, so Gerbsch. In welchem Ausmaß diese Meldungen auftauchen werden, lässt sich noch nicht abschätzen. „Fehler können wir weitgehend abfangen, aber nicht ausschließen“, so Gerbsch. Und: „Wir werden rückläufige Fehlermeldungen sehen.“ Da die Kontrolle in der Apotheke ergeben wird, dass es sich bei den betroffenen Packungen um Bestandsware handelt, können diese bedenkenlos abgegeben werden.

In den vergangenen zwei Wochen ist das Securpharm-System von den Herstellern massiv mit Daten gefüttert worden. Geschäftsführer Martin Bergen berichtete von einem Anstieg von 60 Prozent bei den Packungen. Stand Montagmorgen waren 160 Millionen Packungen hinterlegt. „Das System fährt hoch“, so Bergen. Dieser „Kaltstart“ ist auch für die Verantwortlichen eine spannende Phase und große Herausforderung. Jetzt zeigt sich, ob das System unter Last läuft. Die Apotheken sollen im Verlauf der Woche noch einmal eine Information mit Tipps zur Umsetzung erhalten.

Europaweit erhalten ab dem 9. Februar zehn Milliarden Packungen einen „Personalausweis“, wie es die Verantwortlichen bei Securpharm nennen. Über den 2D-Code ist jede Packung individuell registriert und wird bei der Abgabe aus dem System ausgebucht. Der Stichtag gilt für das Inverkehrbringen auf Seiten der Hersteller. Aktuell zählen entsprechend noch 90 Prozent zur Bestandsware, die bis zum Ablauf ihres Verfallsdatums ganz regulär abgegeben werden darf. Zum Glück: Zwischenzeitlich war auf EU-Ebene darüber diskutiert worden, alle Packungen auf einen Schlag aus dem Verkehr zu ziehen und umzutauschen. Das hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem totalen Chaos und Versorgungsengpässen geführt.

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