Diskriminierungsvorwürfe

Franken streiten über Mohren-Apotheken APOTHEKE ADHOC, 26.02.2018 14:55 Uhr

Recep Kaplan vom Ausländerbeirat Friedberg findet die Mohren-Diskussion dagegen lachhaft. „Wir müssen hier die Sitten und die Kultur achten. Wenn es schon hundert Jahre oder länger besteht, kann man doch nicht sagen: ‚Es ist ausländerfeindlich oder rassistisch’“, betont er. Er habe sich bei Migranten umgehört, „die stören sich nicht daran“. Doch sie gibt es auch: Im Frankfurter Integrationsausschuss haben mehrere Bürgerinnen bei der Anhörung gegen die Namensgebung der Mohren-Apotheken protestiert. Der Antrag wurde erst einmal vertagt.

Auch in Nürnberg wurde die „Mohren“-Diskussion entfacht. Für den Inhaber einer der drei Nürnberger Mohren-Apotheken, Wilhelm Bouhon, ist das Thema nicht neu. Den Vorwurf des Rassismus hält er allerdings für absurd. „Ich habe noch nie irgendwelche Anfeindungen deshalb erlebt“, sagte der Apotheker dem Radiosender Nordbayern. Allerdings gebe es durchaus immer wieder Gesprächsbedarf hinsichtlich des Namens. Auch deshalb sei auf seiner Homepage dem Namen „Mohr“ ein ausführliches Kapitel gewidmet.

In der Nürnberger Fußgängerzone war man über die Causa ebenfalls geteilter Meinung. „Dieses ganze Diskriminierungstheater geht mir grundsätzlich auf den Nerv“, sagte Karl Müller dem regionalen Radiosender. Das Wort „Mohr“ habe bei Apotheken nichts mit einer Verunglimpfung von Farbigen zu tun. Bettina Rödel hält allerdings dagegen: „Ich finde, es liegt im Auge des Betrachters, was rassistisch und wer davon betroffen ist“, wird sie zitiert. „Ich kann mich als Weißer nicht hinstellen und sagen, es sei nicht rassistisch, nur weil ich davon nicht betroffen bin.“

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