Apotheker akzeptiert Kryptowährung

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Anfangs habe es wenigstens noch um die zehn Bitcoin-Zahlungen pro Jahr gegeben, berichtete Göttsch. Inzwischen seien die Transaktionen aber ganz versiegt. „Die Mitarbeiter vergessen schon, wie das mit der Bitcoin-Annahme überhaupt funktioniert.“ Auch die Berliner Konditorei Engelmann soll in letzter Zeit gar keine Bitcoin-Anfragen mehr bekommen.

So geht es nicht nur den kleinen Geschäftsleuten. Der Computer-Riese Dell soll Bitcoin-Zahlungen wegen „geringer Nachfrage“ längst wieder abgeschafft haben. Anfang Dezember sah sich sogar der Online-Computerspielehändler Steam trotz seiner cyber-begeisterten Kundschaft gezwungen, die Bitcoin-Annahme einzustellen. Microsoft und der Time-Verlag wollten sich zu ihren Erfahrungen mit Bitcoin nicht äußern.

Der führende Bitcoin-Zahlungsabwickler Bitpay zieht dennoch ein positives Fazit für 2017. „Wer nicht unter einem Stein lebt, wird gesehen haben, dass das tägliche Transaktionsniveau in diesem Jahr neue Höchststände erreicht hat“, heißt es von dem Unternehmen aus Atlanta. Man habe erstmals Zahlungen von mehr als einer Milliarde US-Dollar ausgeführt, das Wachstum betrage 330 Prozent auf Jahressicht. Gemessen am gesamten E-Commerce-Markt ist das Zahlungsvolumen allerdings eher bescheiden. Zum Vergleich: Alleine bei der Rabattschlacht „Cyber Monday“ wurden mehr als sechs Milliarden Dollar im Internet ausgegeben — an einem einzigen Tag und nur in den USA.

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