Schäuble gegen große Scheine

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Berlin - Die Bundesregierung fordert eine Obergrenze für Bargeldzahlungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die SPD wollen den 500-Euro-Schein abschaffen. Schon älter ist die Forderung, 1- und 2-Cent-Münzen aus dem Verkehr zu ziehen. Dem Bargeld geht es an den Kragen. Während die Obergrenze von 5000 Euro für Bargeldzahlungen in den Apotheken kaum für Chaos sorgen wird, könnte sich ein Fehlen des bislang größten Scheins durchaus bemerkbar machen.

Laut Handelsverband Deutschland (HDE) wurden 2014 rund 53 Prozent der Einzelhandelsumsätze in bar bezahlt. Bargeld ist damit nach wie vor das beliebteste Bezahlmittel der Deutschen. Entsprechend groß ist die Entrüstung über den Vorschlag der Bundesregierung, 5000 Euro als Obergrenze für Bargeldzahlungen einzuführen.

Jürg Weißgerber vom Bundesfinanzministerium (BMF) sah sich deshalb auch genötigt klarzustellen, dass es nicht darum gehe, das Bargeld abzuschaffen. „Das ist nicht der Fall“, sagte er bei einer Pressekonferenz der Bundesregierung. Hintergrund des Vorschlags sei „der Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche“.

Die EU-Kommission hat Anfang der Woche einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorgelegt. Terroristen sollen anhand von Geldbewegungen aufgespürt und daran gehindert werden, Gelder und andere Vermögenswerte zu verschieben. Außerdem sollen die Einnahmequellen terroristischer Organisationen ausgetrocknet werden, indem ihre Fähigkeit, an Geld zu kommen, beschnitten wird.

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