Checkliste für Rezepturen

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Berlin - Die neue Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) gilt seit fast zwei Jahren. Trotzdem gibt es fast täglich Probleme bei der Umsetzung. Bereits im vergangenen Jahr hat  die länderübergreifende Arbeitsgruppe Arzneimittel-, Apotheken-, Transfusions- und Betäubungsmittelwesen (AATB) Empfehlungen abgegeben. Die Experten haben nun unter anderem die Empfehlungen zur Plausibilitätsprüfung, für Großhandelsapotheken und die Beratung überarbeitet.

Die Vorgaben für die Plausibilitätsprüfung wurden erstmals aufgeschlüsselt: Die AATB gibt nun 17 konkrete Fragestellungen vor, die die Prüfung umfassen muss. Sowohl pharmakologische, regulatorische, galenische, mikrobiologisch-chemische und patientenindividuelle Aspekte müssen dabei beachtet werden. Apotheker müssen etwa eine Nutzen-Risikoabwägung durchführen, Primär- und Sekundärverpackung bewerten und Instabilitäten untersuchen.

Die AATB stellt klar, dass auch von in der Apotheke hergestellten Ausgangsstoffen für Rezeptur- und Defekturarzneimittel die Qualität festgestellt werden muss. Diese selbst seien zwar weder Rezeptur- noch Defekturarzneimittel, dennoch müsse vor der Herstellung die Qualität geprüft werden. Es empfehle sich, die Ausgangsstoffe wie Defekturarzneimittel zu behandeln.

Aus Sicht der AATB erstreckt sich die Pflicht zur aktiven Beratung auf alle an der Apotheke abgegebenen Arzneimittel – also auch auf freiverkäufliche Medikamente. „Die Apothekenbetriebsordnung unterscheidet nicht zwischen freiverkäuflichen und apotheken- oder verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“, heißt es bei den Aufsichtsbehörden. Daher müsse auch die Beratung zu freiverkäuflichen Arzneimitteln gewährleistet sein und durch einen Approbierten oder pharmazeutisches Personal erfolg

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