Das Comeback der Erna Ballerstädt

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Der größte Stolperstein für den weiteren Prozess der Einführung scheint mal wieder die Software der Ärzteschaft zu sein. Aber die Kolleg:innen in weiß haben ja auch derzeit genug damit zu tun, zu impfen und sich über die Apotheker:innen zu ärgern, nur weil die schon Impfzertifikate ausstellen können. Der Zorn wird so blind, dass eine praktizierende Hausärztin ihren Berufsverband sogar dem der Apotheker:innen als unterlegen wähnt.

Man darf sie trösten: So richtig viel Spaß hatten die Apotheken bislang mit den Zertifikaten auch nicht. Abstürze gibt es immer wieder, der Zähler wird zurückgesetzt und das Portal stellt fehlerhafte Zertifikate aus. Manchmal reicht sogar eine Unklarheit beim Namen und man ist raus aus dem QR-Code-Spiel. Manche Apotheken verschicken das digitale Impfzertifikat inzwischen per Post (sic!) und andere können nicht einmal mehr das, weil das Portal sie rausgeschmissen hat.

Immerhin die Sache mit den Dollarzeichen hat sich schnell aufgeklärt. Aber dass die Apotheken diese sprichwörtlich in den Augen hätten und „kassieren, ohne einen Finger krumm zumachen“, das ist nun wirklich ein gemeiner Vorwurf. Der angeblich so machtvolle Berufsverband hat vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) im Gegenteil auf die Finger bekommen, weil Nicht-Mitglieder ausgeschlossen werden sollen.

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