Botendienst

5 Euro: DAV will Abrechnungsklarheit bis Donnerstag

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Berlin -

Seit knapp einer Woche können Apotheken für den Botendienst ein Extra-Honorar von fünf Euro abrechnen. Bis zum Donnertag will der Deutsche Apothekerverband (DAV) mitteilen, wie das konkret ablaufen soll. Zum Monatsende reichen die Apotheken ihre Rezepte bei den Rechenzentren ein. Zwischen DAV und GKV-Spitzenverband geklärt werden muss zudem, wie die einmalige Pauschale von 250 Euro abgerechnet wird. Diese müssen nur die gesetzlichen Krankenkassen zahlen.

Am 22. April ist die Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung in Kraft getreten. Die Honorierung des Botendiensts ist befristet bis zum 30. September. Mit der Eil-Verordnung traten weitere Maßnahmen zur Beherrschung der Corona-Krise in Kraft. Als Reaktion auf die Versorgungsprobleme in den Apotheken verschafft Spahn den Apothekern mehr „Beinfreiheit“ beim Austausch von Arzneimitteln. Selbst von der Aut Idem-Regelung kann danach abgewichen werden.

Der Verordnungstext definiert zum Botendienst Ausnahmen von der Arzneimittelpreisverordnung:

  • Apotheken können danach bei der Abgabe von Arzneimitteln im Wege des Botendienstes je Lieferort einen Zuschlag von einmalig 5 Euro erheben.
  • Apotheken können zudem „einmalig einen Betrag zur Förderung von Botendiensten in Höhe von 250 Euro zulasten der gesetzlichen Krankenkassen erheben“. Das Nähere über die Aufbringung und Verteilung sollen der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband aushandeln.

Den Zuschlag von fünf Euro für den Botendienst bezahlen müssen auch die privaten Krankenversicherungen (PKV). Bei Privatpatienten soll die Gebühr in Höhe von 5 Euro zuzüglich Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen werden, beispielsweise mit dem Hinweis „Sonderentgelt Botendienst Pandemie“. Anders verhält es sich mit dem einmaligen Zuschuss von 250 Euro. Hier richtet sich der Verordnungstext ausschließlich an die gesetzlichen Kassen.

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