Digitalisierung

Spahn verlängert TI-Frist für Apotheken Lothar Klein, 08.07.2019 11:39 Uhr

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommt den Apothekern entgegen: Die Frist für die Anbindung der Apotheken an die Telematik-Infrastruktur der Gematik (TI) wurde im „Digitale Versorgung Gesetz“ (DVG) um sechs Monate verlängert. Nicht mehr enthalten im überarbeiteten Referentenentwurf ist allerdings die Zusage, dass die Apotheker für die Mitwirkung am elektronischen Medikationsplan ein Honorar erhalten sollen. Das soll jetzt im Apothekenstärkungsgesetz geregelt werden, das Spahn noch im Juli vorlegen will.

„Damit Apotheken die Aktualisierung des elektronischen Medikationsplans vornehmen können, werden sie mit dem in § 31a Absatz 3 neu eingefügten Satz 4 verpflichtet, sich bis zum 30. September 2020 an die Telematikinfrastruktur anzuschließen“, heißt es jetzt im Referentenenturf vom 4. Juli. Im ersten Entwurf war eine Frist bis zum 31. März 2020 vorgesehen.

Dagegen hatte die ABDA in ihrer Stellungnahme zum DVG protestiert: Mit der Zielsetzung, zeitnah eine große Zahl von Leistungserbringern, insbesondere auch Apotheken, an die TI anzuschließen und damit den Ausbau konsequent voranzutreiben, stimme man überein, schrieb die ABDA an Spahn. Es müsse allerdings berücksichtigt werden, dass die Apotheker auf das Angebot entsprechender Soft- und Hardware angewiesen seien. Auf den Zeitpunkt der Verfügbarkeit dieser Angebote hätten die Apotheker aber keinen Einfluss.

„Insbesondere vor dem Hintergrund fehlender zugelassener eHealth-Konnektoren, deren Bereitstellung durch den ersten Anbieter frühestens im ersten Quartal 2020 erwartet wird, ist die Fristsetzung zum 31. März 2020 lediglich für den Start eines flächendeckenden Rollouts haltbar“, so die ABDA. Daher sei eine flächendeckende Anbindung der Apotheken an die TI zum 31. März nicht realistisch. Daher schlug die ABDA vor, nur den Start der Anbindung bis zum 31. März festzulegen und den Apotheken bis Ende 2020 Zeit zu geben.

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