Securpharm

2D-Code-Panne auch bei Teva Alexander Müller, 19.07.2019 10:19 Uhr

Berlin - Seit knapp einem halben Jahr dürfen Hersteller verifizierungspflichtige Arzneimittel nur noch mit den neuen Sicherheitsmerkmalen auf den Markt bringen, dazu gehört der 2D-Code. Doch das läuft in der Praxis nicht immer reibungslos – vereinzelt kommt es zu Fehlern bei der Codierung. Auch Teva hatte einen Fall, der beim Hersteller aber als so unproblematisch eingestuft wurde, dass man auf einen Rückruf der Ware verzichtet hat.

Über den 2D-Code ist jede Packung individuell registriert und wird bei der Abgabe aus dem System ausgebucht. Doch in Einzelfällen sind Chargen mit falschen Codes bedruckt, was spätestens bei der Abgabe auffallen sollte.

Teva hatte Ende Mai einen solchen Fall: Wie eine Sprecherin des Generikaherstellers gegenüber APOTHEKE ADHOC bestätigte, ist das Problem bei dem Neuroleptikum Dominal (Prothipendyl) aufgetreten. Insgesamt waren drei Chargen mit der PZN 14179534 betroffen, das ist die 50er-Packung mit 40 mg Wirkstoff.

Anders als in anderen Fällen gab es hier aber keine Verwechslung bei der Packungsgröße oder Wirkstärke: „Lediglich der Produktname hat sich leicht verändert, damit aber auch die PZN“, erklärt die Teva-Sprecherin. Aus diesem Grund musste aus Sicht des Herstellers auch kein Rückruf der Präparate erfolgen. „Die Ware ist qualitativ einwandfrei, es besteht keinerlei Patientenrisiko. Nichtsdestotrotz wurden die Chargen gesperrt und umgepackt“, so die Sprecherin.

Auch Mundipharma hatte unlängst einen falschen 2D-Code auf einer Packung: Der Hersteller hat die Ware aber vom Großhandel zurückgeholt. Doch mindestens eine Packung hatte es schon in eine hessische Apotheke geschafft: Auch hier fiel auf, dass der herkömmliche Strichcode korrekterweise Oxycodon akut von Krugmann in der Variante 100 Stück à 20 mg anzeigte, der 2D-Code dagegen eine 20er-Packung. Laut Mundipharma wurden bei der Produktion der Generikatochter Krugmann die Codes vertauscht, sodass sämtliche N3-Packungen einer Charge im 2D-Code als N1 hinterlegt wurden und umgekehrt. Nur bei der N2 mit 50 Stück war alles korrekt. Der Rückruf auf Großhandelsebene sei direkt am ersten Tag erfolgt, erklärte eine Mundipharma-Sprecherin.

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APOTHEKE ADHOC Debatte

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